Aufklärung, kein Verkauf. Unabhängige Wissenssammlung. Keine Empfehlung, keine Anleitung, kein Verkauf von Anwendungen am Menschen.

Was das heißt
Haut & Ästhetik Evidenz C

GHK-Cu

Kupferkomplex eines körpereigenen Tripeptids, Grundlage der Kupferpeptid-Kosmetik

Auch bekannt als: Kupfer-Tripeptid · Copper Tripeptide-1 · Gly-His-Lys-Kupfer · GHK-Kupferkomplex · Prezatide Kupfer · Kupferpeptid

Kurzfassung

GHK ist ein Tripeptid aus Glycin, Histidin und Lysin, das im Blut vorkommt und Kupfer bindet. Als GHK-Cu ist es der bekannteste Wirkstoff der Kupferpeptid-Kosmetik. Die Grundlagenliteratur stammt überwiegend von einem Forscher, der das Peptid auch kommerziell verwertet. Zellkultur und Nagermodelle zeigen Kollagen- und Entzündungseffekte, kontrollierte Studien am Menschen fehlen. Messungen zur Aufnahme sind ernüchternd: Durch intakte menschliche Haut permeierte in einer Ex-vivo-Arbeit praktisch nichts.

Aminosäuren
3
Masse (Peptid)
340,4 g/mol
Kupferbindung
1:1 mit Kupfer(II)
Zulassungen
keine, weltweit
Kontrollierte Humanstudien
keine veröffentlichte
Vorherrschende Evidenz
Zellkultur und Nagermodelle
Aufnahme durch intakte Haut
in einer Ex-vivo-Messung praktisch null
01

Was der Stoff ist

Klasse
Kupfer(II)-Komplex eines Tripeptids, körpereigener Bestandteil des Blutplasmas
Sequenz
Gly-His-Lys (Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin)
Summenformel
C₁₄H₂₄N₆O₄ (freies Peptid), Kupferkomplex als C₁₄H₂₃CuN₆O₄⁺ geführt
Molare Masse
340,4 g/mol (Peptid), 402,9 g/mol (Kupferkomplex)
CAS-Nummer
49557-75-7 (Peptid), 89030-95-5 (Kupferkomplex)
Herkunft
Das Peptid wurde in den 1970er Jahren im menschlichen Blutplasma beschrieben und nach seinen drei Aminosäuren benannt. Im Blut ist ein Teil davon an Kupfer gebunden. Ob und wie viel GHK im Gewebe aus größeren Proteinen freigesetzt wird, ist nicht geklärt.
02

Wirkmechanismus

Was im molekularen Versuch passiert. Jede Zeile nennt die Zielstruktur und die Belege.

  • Kupfer(II)-Ionen10,6

    Bindung 1:1-Komplex

    Die Kupferbindung ist der am besten belegte Teil des Konzepts. Der Komplex ist elektrisch geladen und stark wasserlöslich. Ein Teil der beschriebenen Wirkungen könnte deshalb vom transportierten Kupfer ausgehen und nicht vom Peptid.

  • Kollagensynthese in dermalen Fibroblasten1

    Modulator schwach, mit Optimum

    Stimulation ab 10⁻¹² M, Maximum bei 10⁻⁹ M

    Die klassische Zellkulturarbeit zeigt mehr Kollagen ohne Zunahme der Zellzahl. Der Effekt hat ein Optimum: höhere Konzentrationen wirkten nicht stärker, sondern wieder schwächer. Diese Glockenkurve wird in populären Darstellungen fast nie erwähnt.

  • Extrazelluläre Matrix im Wundgewebe2

    Modulator

    Im Wundkammermodell der Ratte stiegen Trockengewicht, DNA, Protein, Kollagen und Glykosaminoglykane dosisabhängig. Ein Kontrolltripeptid mit anderer Sequenz zeigte keinen Effekt, was gegen einen unspezifischen Peptideffekt spricht.

  • NF-κB und p38 MAPK4

    Inhibitor

    In Makrophagen und im Mausmodell der akuten Lungenschädigung senkte GHK-Cu reaktive Sauerstoffspezies, erhöhte die Superoxiddismutase-Aktivität und verringerte TNF-α und IL-6. Ein Autor ist bei einer Biotechfirma beschäftigt.

  • VEGF-Expression und Angiogenese5

    Modulator

    Kupferionen allein steigern in Keratinozyten die VEGF-Bildung und beschleunigen im Mausmodell die Wundschließung. Diese Arbeit verwendet Kupfersulfat, nicht GHK-Cu. Sie zeigt, dass ein Teil der Wirkung allein auf das Metall entfallen könnte.

  • Genexpressionsprofile in Zellkultur6,7

    unklar

    Die weitreichendste Behauptung lautet, GHK reguliere hunderte Gene und „setze das Genom zurück“. Sie stützt sich auf Arbeiten der Gruppe, die das Peptid vermarktet. Unabhängige Replikationen an denselben Genlisten fehlen.

03

Was belegt ist und wie gut

Jede Aussage mit Evidenzstufe und Bewertung. „Anerkannt“ heißt: von der Fachwelt getragen. „Spekulativ“ heißt: es gibt eine Hypothese, aber keine belastbare Prüfung.

Evidenz C

Zellkultur- und Nagermodelle mit plausibler Dosis-Wirkungs-Beziehung, dazu mehrere Übersichtsarbeiten. Keine kontrollierte Humanstudie zur Hautwirkung. Aufnahme über die Haut nur mit Verstärkungsverfahren messbar.

Warum nicht höher: Es gibt keine veröffentlichte kontrollierte Studie am Menschen, die eine Wirkung auf Falten, Hautdicke oder Kollagengehalt unter einer definierten Zubereitung prüft. Solange die Aufnahme durch die Hornschicht nicht einmal für einfache Zubereitungen gemessen ist, bleibt jede Wirkaussage zur Creme eine Extrapolation aus der Zellkultur.

  • In Fibroblastenkulturen steigert GHK-Cu die Kollagensynthese mit einem Optimum bei etwa 10⁻⁹ M, ohne die Zellzahl zu verändern.1

    Evidenz D plausibel · Klassische Zellkulturarbeit mit klarer Dosis-Wirkungs-Kurve; kein Tiermodell, kein Mensch.

  • Im Wundkammermodell der Ratte erhöht GHK-Cu die Anreicherung von Kollagen und Glykosaminoglykanen dosisabhängig.2

    Evidenz C plausibel · Etabliertes Nagermodell mit Kontrolltripeptid, aber ohne verblindete Auswertung und ohne zweite Arbeitsgruppe.

  • In Zell- und Mausmodellen dämpft GHK-Cu Entzündungsreaktionen über NF-κB und p38 MAPK.4

    Evidenz D plausibel · Mechanistische Arbeit; Modell ist eine künstlich ausgelöste Lungenschädigung, nicht Haut.

  • Der Kupferanteil des Komplexes kann für sich genommen die Gefäßneubildung über VEGF anregen.5

    Evidenz C plausibel · Maus- und Zellkulturarbeit mit Kupfersulfat, nicht mit GHK-Cu.

  • Für die topische Anwendung am Menschen existiert keine kontrollierte klinische Studie.7

    Evidenz C anerkannt · Feststellung zweier unabhängiger Übersichtsarbeiten; eine davon spricht von einem überraschenden Fehlen klinischer Studien.

  • Durch intakte menschliche Haut permeierte in einer Ex-vivo-Messung praktisch kein GHK-Cu; erst nach Vorbehandlung mit Mikronadeln war die Aufnahme messbar.9

    Evidenz D anerkannt · Ex-vivo-Messung an menschlicher Haut; eine einzelne Arbeit, nicht unabhängig wiederholt.

  • In Ex-vivo-Versuchen mit dermatomer menschlicher Haut wurden über 48 Stunden rund 136 µg Kupfer pro Quadratzentimeter gemessen.8

    Evidenz D anerkannt · Gemessen wurde Kupfer per Massenspektrometrie, nicht das intakte Peptid. Ob das Peptid unverändert ankam, sagt die Arbeit nicht.

  • GHK-Cu ist in Wasser und im pH-Bereich 4,5 bis 7,4 bei 60 °C mindestens zwei Wochen stabil, im basischen und unter oxidativem Stress nicht.10

    Evidenz D anerkannt · Präformulierungsstudie mit validierter HPLC-Methode; drei Abbauprodukte, eines davon Histidin.

  • Die Behauptung, GHK reguliere hunderte Gene und „setze das Genom zurück“, ist nicht unabhängig überprüft.6,7

    Evidenz D spekulativ · Die Arbeiten stammen aus dem Umfeld des kommerziellen Verwerters. Eine Übersicht von 2025 ordnet die Genregulation als plausibel, aber unbelegt ein.

04

Studien am Menschen

Was am Menschen tatsächlich gemessen wurde. Tierstudien stehen bewusst nicht hier, sondern im Abschnitt zur Evidenz.

Wundkammermodell mit GHK-Cu

1993 2
Population
Ratten mit implantierten Wundkammern
Endpunkte
Trockengewicht, DNA, Protein, Kollagen, Glykosaminoglykane und mRNA für Kollagene im Kammerinhalt
Ergebnis
In den behandelten Kammern stiegen die Werte dosisabhängig. Die Kollagensynthese war etwa doppelt so stark angeregt wie die Bildung anderer Proteine. Ein Kontrolltripeptid zeigte keinen Effekt.

Offene Wunden beim Kaninchen

2006 3
Population
18 Kaninchen mit je zwei offenen Vollhautwunden
Endpunkte
Wundfläche über 21 Tage, Wundkontraktion, Granulationsgewebe, Histologie
Ergebnis
Die behandelten Wunden waren an Tag 7, 14 und 21 kleiner als die Kontrollen, die Granulation war früher abgeschlossen. Die veterinärmedizinische Arbeit prüfte ein Fertigprodukt, nicht GHK-Cu allein.
05

Pharmakokinetik

Was der Körper mit dem Stoff macht: Aufnahme, Verteilung, Abbau.

Halbwertszeit
Für den Menschen nicht bestimmt. Übersichtsarbeiten nehmen eine kurze Verweildauer im Blut an, weil Peptidasen das Tripeptid schnell spalten. Eine veröffentlichte Messung beim Menschen existiert nicht.
Aufnahme / Bioverfügbarkeit
Nach topischer Anwendung gering. In einer Ex-vivo-Messung an menschlicher Haut permeierte ohne Verstärkungsverfahren praktisch kein Peptid; nach Vorbehandlung mit Mikronadeln war die Aufnahme messbar.
Spitzenkonzentration
Nicht bestimmt.
Abbau
Tripeptide werden von Peptidasen in die drei Aminosäuren zerlegt. In wässriger Lösung ist der Komplex zusätzlich hydrolysempfindlich. Welcher Anteil intakt in die Dermis gelangt, ist nicht gemessen.

„Körpereigen“ bezieht sich auf das Peptid, nicht auf das Fertigprodukt: GHK-Cu als Wirkstoff ist ein synthetischer Komplex. Wichtiger als die Herkunft ist die Aufnahme, und dort ist die Datenlage leer.

06 keine Anwendungsempfehlung

Protokolle aus der Literatur

Diese Angaben beschreiben, wie in einer bestimmten Studie dosiert wurde. Sie sind der Grund, warum im Umlauf Zahlen kursieren, und ausdrücklich kein Vorschlag für irgendetwas.

10⁻¹² bis 10⁻⁹ M GHK-Cu, Optimum bei 10⁻⁹ M in vitro Fibroblastenkulturen Zweck: Messung der Kollagensynthese 1
0,68 % wässrige Kupfer-Tripeptid-Lösung, unbegrenzte Dosis topisch Menschliche Haut ex vivo, Fluss-Diffusionszelle, 48 Stunden Zweck: Messung von Retention und Permeation (bestimmt wurde Kupfer, nicht das Peptid) 8
tägliche Anwendung eines Tripeptid-Kupfer-Komplexes über 21 Tage topisch Kaninchen, offene Vollhautwunde Zweck: Wundfläche, Kontraktion und Granulation 3
Mikronadel-Vorbehandlung der Haut, anschließend 9 Stunden Peptidauftragung in vitro Menschliche Haut ex vivo und Schweinehaut Zweck: Prüfung, ob eine Verstärkung die Aufnahme ermöglicht 9

Dosisangaben aus Tierstudien lassen sich nicht auf Menschen umrechnen. Wer das versucht, ignoriert Unterschiede in Stoffwechsel, Aufnahme und Empfindlichkeit.

07

Handhabung im Labor

Umgang mit der Substanz, nicht mit dem Menschen: ansetzen, lagern, typische Fehler.

Rekonstitution
Lyophilisat in Wasser oder in einem Puffer im Bereich pH 4,5 bis 7,4 lösen. Basische Lösungen und oxidierende Zusätze beschleunigen den Abbau. Lösung an der Glaswand entlanglaufen lassen, nicht schütteln.
Lagerung
Lyophilisiert kühl, trocken und lichtgeschützt lagern. Rekonstituiert bei 2 bis 8 °C und zügig verbrauchen; die zitierte Stabilitätsprüfung lief über zwei Wochen bei 60 °C und ist keine Aussage über monatelange Lagerung.
Lösungsmittel
Wasser ist unproblematisch. Vorsicht bei negativ geladenen Lipiden: In der Präformulierungsstudie war GHK-Cu damit weniger stabil, mit einem nichtionischen Tensid dagegen verträglich.
Auftauen
Aliquote bilden und wiederholtes Auftauen vermeiden. Für GHK-Cu ist der Effekt nicht quantifiziert; bei Peptiden allgemein gehört er zu den häufigsten Ursachen für Aktivitätsverlust.

Grundregeln für den Umgang

  • pH der Lösung dokumentieren: der Komplex ist im Alkalischen hydrolyseempfindlich.
  • Lichtschutz einhalten, weil Kupfer Redoxreaktionen eingeht.
  • Kein Kontakt mit stark komplexbildenden Zusätzen wie EDTA, weil sie das Kupfer aus dem Peptid ziehen.
  • Bei Analysen immer angeben, ob Kupfer oder Peptid gemessen wurde: die Zahlen sind nicht austauschbar.

Typische Fehler

  • Zellkultur-Konzentrationen im nanomolaren Bereich werden als Maßstab für Cremes verwendet. Eine Creme mit einem Prozent Peptid enthält ein Vielfaches davon; ob das mehr Wirkung bedeutet, ist gerade nicht gezeigt, denn die Kurve hat ein Optimum.
  • Viele Studien messen Kupfer, nicht das Peptid. Eine Kupferzahl belegt also nicht, dass GHK-Cu intakt angekommen ist.
  • Ergebnisse aus Versuchsreihen mit Mikronadeln, Liposomen oder Laser werden als Beleg für die Wirkung einfacher Cremes zitiert. Diese Verfahren verändern die Barriere der Haut.
  • Der Komplex ist stark hydrophil (log D um −2,4). Genau das erklärt die geringe Aufnahme über die lipophile Hornschicht und wird in Werbetexten als gute Wasserlöslichkeit verkauft.
  • In der Literatur werden GHK, kupferfreies GHK und GHK-Cu häufig durcheinandergeworfen. Es sind unterschiedliche Stoffe mit unterschiedlichem Verhalten in der Haut.
08

Sicherheit

Topisch gilt der Stoff als gut verträglich, belastbare Sicherheitsdaten am Menschen fehlen.

Was in Studien als unerwünschte Wirkung berichtet wurde

  • gravierend Evidenz D Belege: fda-bulks

    Für injizierbare Zubereitungen hat die US-Arzneimittelbehörde Sicherheitsbedenken festgehalten: Peptidverunreinigungen und Aggregation können Immunreaktionen auslösen, und die Daten am Menschen sind begrenzt.

  • relevant Evidenz D Belege: sen-2002

    Kupfer ist essenziell, wirkt in freier Form aber oxidativ und schädigt bei Überladung Leber und Nerven. Das ist für große orale oder injizierte Mengen dokumentiert. Für topische Kupferpeptide ist eine Überladung unwahrscheinlich, aber nicht gemessen.

  • relevant Evidenz D Belege: sen-2002

    Die Förderung der Gefäßneubildung ist ein theoretischer Vorbehalt: Kupfer steigert die VEGF-Bildung. Ob das bei einer Krebserkrankung von Bedeutung sein kann, ist für GHK-Cu nie untersucht worden.

  • Hinweis Evidenz C Belege: mortazavi-2025

    Für topische Kupferpeptid-Zubereitungen sind keine schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen dokumentiert. Das ist kein Unbedenklichkeitsnachweis, sondern eine Folge der dünnen Studienlage.

Aus Studien und Zulassungsunterlagen

  • Aus Zellkultur- und Tierarbeiten mit GHK-Cu werden keine behandlungsbedingten Todesfälle oder Organschäden berichtet.
  • Die Übersicht zur topischen Anwendung nennt keine schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen und führt das selbst auf die dünne Datenlage zurück.
  • Zu Kontaktsensibilisierung durch Kupferpeptide in Kosmetika gibt es keine belastbare Häufigkeitsangabe.

Messgrößen, die eine Gefährdung früh zeigen würden

Diese Parameter werden in Studien erhoben, um Schäden zu erkennen. Die Liste ist keine Anleitung zur Selbstkontrolle, sondern zeigt, welche Signale die Fachwelt für relevant hält.

  • Hautbild an der Auftragungsstelle: Rötung, Brennen, Schuppung, mit Datum und Produktcharge dokumentiert.
  • Bei injizierbaren Zubereitungen: Entzündungszeichen an der Injektionsstelle und Allgemeinsymptome, weil Peptidaggregate Immunreaktionen auslösen können.
  • Bei Pigmentstörungen: Verlauf der Pigmentierung, weil Kupfer in Melanozyten wirkt.
  • Bei Krebserkrankung in der Vorgeschichte: Verlaufskontrolle, weil eine Kupfer-vermittelte Angiogenese theoretisch auch pathologisches Gewebe betreffen könnte.
09 keine Rechtsberatung

Rechtslage

Einordnung nach öffentlich zugänglichen Normen. Sie ersetzt keine anwaltliche Auskunft im Einzelfall.

Deutschland, kosmetische Verwendung

15

Als Inhaltsstoff kosmetischer Mittel zulässig, solange das Produkt kosmetisch und keine arzneimitteltypische Wirkung beansprucht wird.

  • Verordnung (EG) Nr. 1223/2009, Art. 2 Abs. 1 (kosmetisches Mittel), Art. 3 (Sicherheit), Art. 11 (Produktinformationsdatei)

Kupferpeptide sind keine verbotenen Kosmetikinhaltsstoffe. Entscheidend ist die Abgrenzung: Ein Produkt, das Krankheiten behandeln oder Körperfunktionen wiederherstellen soll, ist Arzneimittel und darf ohne Zulassung nicht in den Verkehr.

Deutschland, Arzneimittel

12,13

Kein zugelassenes Arzneimittel. Für Zubereitungen zur Injektion am Menschen greift die Zulassungspflicht.

  • § 2 Abs. 1 AMG (Arzneimittelbegriff)
  • § 21 Abs. 1 AMG (Zulassungspflicht)
  • § 5 AMG (Verbot bedenklicher Arzneimittel)

Ob ein GHK-Cu-Produkt Arzneimittel ist, hängt von der Zweckbestimmung ab. Ein als „nur für Forschungszwecke“ deklariertes Lyophilisat mit Injektionsbesteck liegt nahe an einem Arzneimittel, weil die Umstände auf eine Anwendung am Menschen zeigen.

Europäische Union

14

Keine arzneimittelrechtliche Zulassung in der EU, weder topisch noch injizierbar.

  • Richtlinie 2001/83/EG Art. 1 Nr. 2 (Arzneimittelbegriff)
  • Richtlinie 2001/83/EG Art. 6 (Zulassungspflicht)

Die Einordnung folgt der Zweckbestimmung. Laborchemikalien ohne Anwendungsbezug fallen nicht unter das Arzneimittelrecht, Produkte zur Anwendung am Menschen schon.

USA

11

Keine Zulassung. GHK-Cu wurde für injizierbare Zubereitungen in die Kategorie 2 der Compounding-Liste aufgenommen; die Nominierung wurde später zurückgezogen, die Sicherheitsbewertung bleibt veröffentlicht.

  • 21 U.S.C. § 353a (Section 503A des FD&C Act)
  • FDA: Certain Bulk Drug Substances for Use in Compounding that May Present Significant Safety Risks, Kategorie 2

Die Behörde nennt Immunogenität durch Aggregation und peptidbezogene Verunreinigungen als Risiko und stellt fest, dass nur begrenzte Humandaten vorliegen. Die Einschränkung betrifft den injizierbaren Weg, nicht Kosmetik.

Sport / Anti-Doping

16

Über die Auffangkategorie S0 der WADA erfasst, weil keine Zulassung als Arzneimittel besteht.

  • WADA Prohibited List, Kategorie S0 „Non-Approved Substances“

S0 erfasst Stoffe ohne Zulassung, die in keiner anderen Kategorie stehen. Maßgeblich ist die fehlende Zulassung.

Gesamtübersicht zur Rechtslage in Deutschland, EU und weiteren Staaten
10

Kombinationen

Was in der Literatur zusammen genannt wird und was davon belegt ist.

Häufig zusammen untersucht oder genannt

  • In der Kosmetik wird GHK-Cu mit Hyaluronsäure, Vitamin C, Retinoiden und anderen Peptiden kombiniert. Für die meisten Kombinationen fehlen Daten; für Hyaluronsäure gibt es eine Ex-vivo-Arbeit zur Kollagen-IV-Bildung.
  • In der Forschungs- und Community-Literatur wird GHK-Cu mit BPC-157 und TB-500 gemischt (siehe die Beiträge zu den Blends). Für die Kombination existiert keine kontrollierte Studie. Zusätzlich ist ungeklärt, ob der Kupferkomplex in einer Mischung mit anderen Peptiden stabil bleibt.

Mögliche Wechselwirkungen

  • Stark komplexbildende Stoffe wie EDTA können Kupfer aus dem Peptid lösen. In einer Formulierung würde das die Metallverteilung verändern; untersucht ist das nicht.
  • Negativ geladene Lipide können die Stabilität des Komplexes verringern. Die Präformulierungsstudie fand genau das für ein Phospholipid, während ein nichtionisches Tensid verträglich war.
  • Kupfer steht in Wechselwirkung mit Zink und Eisen. Wer gleichzeitig hochdosierte Metallpräparate einnimmt, verändert die Metallbilanz; für topische Kupferpeptide ist der Einfluss nicht untersucht.
Zur Stack-Bibliothek mit Risiko-Check
11

Häufige Fehlannahmen

Aussagen, die im Umlauf sind, und was die Quellen dazu sagen.

„GHK-Cu ist körpereigen und deshalb automatisch sicher und wirksam.“

Das Peptid kommt im Blut vor, das Fertigprodukt ist ein synthetischer Kupferkomplex. Entscheidend wäre, wie viel davon die Haut durchquert, und dazu gibt es eine Ex-vivo-Messung mit ernüchterndem Ergebnis.9,8

„Hunderte Studien belegen die Wirkung von Kupferpeptiden.“

Die Zahl täuscht. Ein großer Teil der Grundlagenliteratur stammt von einer Arbeitsgruppe um Loren Pickart, der den Stoff über eine eigene Firma vertreibt. In ihren Übersichtsarbeiten wird ein Interessenkonflikt verneint, obwohl die Autoren bei der vermarktenden Firma beschäftigt sind. Unabhängige kontrollierte Humanstudien fehlen.6,7

„Kupferpeptid-Cremes erreichen die Dermis und bauen dort Kollagen auf.“

Ohne Verstärkung permeierte in der Ex-vivo-Messung praktisch kein Peptid. Messbare Aufnahme entstand erst nach Mikronadeln, also nach einer mechanischen Verletzung der Barriere.9

„Mehr Kupferpeptid wirkt stärker.“

Die Dosis-Wirkungs-Kurve hat ein Maximum bei etwa 10⁻⁹ M und fällt danach ab. Das Muster ist bei Peptidwachstumsfaktoren häufig und widerspricht einer linearen Beziehung.1

„Wenn Kupfer in der Haut nachgewiesen wird, ist das Peptid angekommen.“

Kupfer und Peptid sind zwei verschiedene Messgrößen. Ein Teil der Arbeiten bestimmt Kupfer per Massenspektrometrie. Damit bleibt offen, ob das Peptid intakt war.8

12

Wissenslücken

Was fehlt. Wer forschen will, findet hier die offenen Fragen, die tatsächlich welche sind.

  • ? Es fehlt eine Dosis-Wirkungs-Studie am Menschen, die eine definierte Zubereitung gegen Vehikel und Positivkontrolle prüft, mit Hautdicke oder Biopsie als Endpunkt.
  • ? Es fehlt eine Messung, die intaktes GHK-Cu in der Dermis nachweist, statt nur Kupfer zu messen.
  • ? Unklar ist, welchen Anteil Kupferionen und welchen das Peptid an den Wirkungen hat. Die entscheidende Studie wäre GHK-Cu gegen äquimolares Kupfersalz gegen kupferfreies GHK.
  • ? Die Stabilität in marktüblichen Formulierungen über Monate ist nicht veröffentlicht, obwohl sie über die Haltbarkeit des Wirkstoffs entscheidet.
  • ? Die Genexpressionsbefunde sind nie von einer unabhängigen Gruppe an denselben Genlisten wiederholt worden.
  • ? Es gibt keine Daten zu Langzeitanwendung über Jahre, zu Schwangerschaft und zu Kindern.
13 Steigt die Kollagenmenge im Überstand, wenn Fibroblasten mit GHK-Cu behandelt werden, und unterscheidet sich das von äquimolarem Kupfersalz ohne Peptid?

Selbst ansetzen: ein Experiment ohne Arzneimittel

Kollagenbildung in Fibroblastenkultur mit und ohne Kupfer

Steigt die Kollagenmenge im Überstand, wenn Fibroblasten mit GHK-Cu behandelt werden, und unterscheidet sich das von äquimolarem Kupfersalz ohne Peptid?

Material

  • · Menschliche dermale Fibroblasten und passendes Medium mit definiertem Serumanteil
  • · GHK ohne Kupfer, GHK-Cu und ein Kupfersalz wie Kupfersulfat in gleicher Kupferkonzentration
  • · 6-Well-Platten, Zellzählung, Kollagennachweis im Überstand (Sircol oder Prokollagen-I-ELISA)
  • · Vehikelkontrolle mit Medium als Nullreferenz

Auswertung

Kollagenmenge pro Zelle relativ zur Vehikelkontrolle, mit Streuung über die Versuchstage und der Angabe, ob die Kurve ein Optimum zeigt.

Ablauf

  1. 1. Zellen bis zur Konfluenz kultivieren und auf serumarmes Medium umstellen.
  2. 2. Ansätze in mindestens drei logarithmisch gestaffelten Konzentrationen ansetzen, zum Beispiel 10⁻¹¹, 10⁻⁹ und 10⁻⁷ M, jeweils mit Metallkontrolle.
  3. 3. Nach 48 Stunden Überstand abnehmen, Kollagen bestimmen und die Zellzahl separat messen.
  4. 4. Ergebnis auf die Zellzahl normieren, damit Zellvermehrung nicht als Kollagensynthese erscheint.
  5. 5. Mindestens drei unabhängige Versuchstage mit je drei technischen Replikaten.

Grenzen: Zellkultur zeigt Syntheseleistung, nicht Hautwirkung. Das Modell sagt nichts über die Aufnahme durch die Hornschicht und nichts über Verträglichkeit. Wichtig ist die Metallkontrolle: Ohne sie lässt sich der Effekt nicht dem Peptid zuschreiben.

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Vergleich mit verwandten Stoffen

Direkter Nebeneinander-Vergleich der belegbaren Merkmale. Leere Felder bedeuten: in der Literatur nicht gefunden.

MerkmalGHK-CuAHK-CuGLOW BlendKLOW BlendMelanotan II
KlasseKupfer(II)-Komplex eines Tripeptids, körpereigener Bestandteil des BlutplasmasKupfer(II)-Komplex eines Tripeptids, synthetisch hergestelltFertigprodukt aus drei Peptiden in einem Lyophilisat, kein einheitlicher WirkstoffFertigprodukt aus vier Peptiden in einem Lyophilisat, kein einheitlicher WirkstoffSynthetisches cyclisches Heptapeptid, Analogon des Melanozyten-stimulierenden Hormons α-MSH
ZielstrukturKupfer(II)-Ionen, Kollagensynthese in dermalen Fibroblasten, Extrazelluläre Matrix im Wundgewebe, NF-κB und p38 MAPK, VEGF-Expression und Angiogenese, Genexpressionsprofile in ZellkulturKupfer(II)-Ionen, Dermapapillazellen des Haarfollikels, Haarfollikel im Ex-vivo-Modell, Apoptose in DermapapillazellenKollagensynthese und Kupfertransport (Anteil GHK-Cu), Gewebereparatur und Gefäßneubildung (Anteil BPC-157), Aktin-Zytoskelett und Zellmigration (Anteil TB-500), Interaktion der drei BestandteileMelanokortin-1-Rezeptor (Anteil KPV), Peptidtransporter PepT1 im Darm (Anteil KPV), Entzündungsmediatoren in Haut und Knorpel (Anteil KPV), Kollagensynthese und Kupfertransport (Anteil GHK-Cu), Gewebereparatur (Anteil BPC-157) und Zellmigration (Anteil TB-500), Interaktion der vier BestandteileMelanokortin-1-Rezeptor (MC1R) auf Melanozyten, Melanokortin-4-Rezeptor (MC4R) im Gehirn, Sympathisches Nervensystem, Naevuszellen und Melanozytenverbände, Gefäßsystem und Nierenperfusion
HalbwertszeitFür den Menschen nicht bestimmt. Übersichtsarbeiten nehmen eine kurze Verweildauer im Blut an, weil Peptidasen das Tripeptid schnell spalten. Eine veröffentlichte Messung beim Menschen existiert nicht.Nicht bestimmt. Für AHK-Cu existiert keine veröffentlichte Messung am Menschen oder im Tier.Für den Blend nicht bestimmbar, weil die Bestandteile unterschiedlich abgebaut werden. Für keinen der drei Bestandteile existiert eine veröffentlichte Humanpharmakokinetik.Nicht bestimmbar. Für keinen der vier Bestandteile existiert eine veröffentlichte Humanpharmakokinetik. Für KPV liegen nicht einmal Tierdaten zur Verweildauer im Blut vor.Für den Menschen nicht systematisch bestimmt. Die Pilotstudie von 1996 beschreibt Wirkungen, die je nach Dosis eine bis fünf Stunden anhielten, und eine Pigmentzunahme, die eine Woche nach der letzten Gabe noch messbar war.
Untersuchte Wegein vitro, topischin vitro, topischin vitro, subkutanoral, in vitro, subkutansubkutan, in vitro
ZulassungDeutschland, kosmetische Verwendung: Als Inhaltsstoff kosmetischer Mittel zulässig, solange das Produkt kosmetisch und keine arzneimitteltypische Wirkung beansprucht wird. · Deutschland, Arzneimittel: Kein zugelassenes Arzneimittel. Für Zubereitungen zur Injektion am Menschen greift die Zulassungspflicht.Deutschland, kosmetische Verwendung: Als Inhaltsstoff kosmetischer Mittel zulässig, solange keine arzneimitteltypische Wirkung beansprucht wird. · Deutschland, Arzneimittel: Kein zugelassenes Arzneimittel. Für Zubereitungen zur Anwendung am Menschen mit Arzneimittelzweck greift die Zulassungspflicht.Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei einem Produkt, das zur Anwendung am Menschen bestimmt ist, greift die Zulassungspflicht für jeden Bestandteil. · Europäische Union: Keine Zulassung als Arzneimittel, kein zugelassenes Kombinationsprodukt.Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei einem Produkt, das zur Anwendung am Menschen bestimmt ist, greift die Zulassungspflicht für die Kombination als Ganzes. · Europäische Union: Keine Zulassung als Arzneimittel und kein zugelassenes Kombinationsprodukt.Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Melanotanhaltige Produkte sind nach Auffassung des BfArM als Arzneimittel einzustufen; Inverkehrbringen ohne Zulassung ist verboten. · Europäische Union: Kein zugelassenes Arzneimittel. Als kosmetischer Inhaltsstoff unzulässig, weil Melanotan II kein Kosmetikinhaltsstoff ist und die Produkte eine arzneimitteltypische Wirkung beanspruchen.
EvidenzC — überwiegend TiermodelleD — Zellkultur und EinzelfälleE — keine belastbare EvidenzE — keine belastbare EvidenzD — Zellkultur und Einzelfälle
Humanstudien2 dokumentiert2 dokumentiert3 dokumentiert3 dokumentiert3 dokumentiert
DeutschlandAls Inhaltsstoff kosmetischer Mittel zulässig, solange das Produkt kosmetisch und keine arzneimitteltypische Wirkung beansprucht wird.Als Inhaltsstoff kosmetischer Mittel zulässig, solange keine arzneimitteltypische Wirkung beansprucht wird.Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei einem Produkt, das zur Anwendung am Menschen bestimmt ist, greift die Zulassungspflicht für jeden Bestandteil.Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei einem Produkt, das zur Anwendung am Menschen bestimmt ist, greift die Zulassungspflicht für die Kombination als Ganzes.Kein zugelassenes Arzneimittel. Melanotanhaltige Produkte sind nach Auffassung des BfArM als Arzneimittel einzustufen; Inverkehrbringen ohne Zulassung ist verboten.
Ausführlicher Vergleich mit Diagrammen
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Kernaussagen

  • GHK ist ein körpereigenes Tripeptid, GHK-Cu ein synthetischer Kupferkomplex daraus.
  • Kollagen- und Entzündungseffekte sind in Zellkultur und im Nagermodell beschrieben, mit einem Optimum bei etwa 10⁻⁹ M.
  • Der wichtigste Autor der Grundlagenliteratur vertreibt das Peptid kommerziell. Diese Arbeiten sind nicht wertlos, aber keine unabhängige Bestätigung.
  • Kontrollierte Humanstudien zur topischen Wirkung fehlen; eine Übersicht von 2025 nennt das überraschend.
  • Der schwächste Punkt ist die Aufnahme: Ohne Verstärkungsverfahren permeierte praktisch kein Peptid durch intakte menschliche Haut.
  • Viele Penetrationsstudien messen Kupfer statt Peptid. Damit ist offen, ob intaktes GHK-Cu den Wirkort erreicht.
  • Der Komplex ist im Sauren stabil und im Basischen hydrolyse- und oxidationsempfindlich. Der pH ist damit kein Nebenaspekt.
  • GHK-Cu ist kein zugelassenes Arzneimittel, als Kosmetikinhaltsstoff aber zulässig, solange keine arzneimitteltypische Wirkung behauptet wird.
16

Quellen

Alle Belege dieses Beitrags, mit Einordnung, was sie zeigen und wo ihre Grenzen liegen.

  1. [1] Stimulation of collagen synthesis in fibroblast cultures by the tripeptide-copper complex glycyl-L-histidyl-l-lysine-Cu2+

    Maquart FX, Pickart L, Laurent M, Gillery P, Monboisse JC, Borel JP. FEBS Letters , 1988 · doi:10.1016/0014-5793(88)80509-x · PMID 3169264

    In vitro

    Die klassische Zellkulturarbeit mit der bis heute zitierten Dosis-Wirkungs-Kurve. Loren Pickart ist Mitautor.

  2. [2] In vivo stimulation of connective tissue accumulation by the tripeptide-copper complex glycyl-L-histidyl-L-lysine-Cu2+ in rat experimental wounds

    Maquart FX, Bellon G, Chaqour B, et al.. Journal of Clinical Investigation , 1993 · doi:10.1172/JCI116842 · PMID 8227353

    Präklinisch (Tier)

    Ratten-Wundkammermodell mit Kontrolltripeptid, dosisabhängige Zunahme von Kollagen und Glykosaminoglykanen. Kein Mensch.

  3. [3] Evaluation of the effects of topical tripeptide-copper complex and zinc oxide on open-wound healing in rabbits

    Cangul IT, Gul NY, Topal A, Yilmaz R. Veterinary Dermatology , 2006 · doi:10.1111/j.1365-3164.2006.00551.x · PMID 17083573

    Präklinisch (Tier)

    Topische Anwendung am Kaninchen über 21 Tage. Nützlich, weil hier tatsächlich auf Haut aufgetragen wurde; die Übertragbarkeit auf den Menschen ist offen.

  4. [4] The tri-peptide GHK-Cu complex ameliorates lipopolysaccharide-induced acute lung injury in mice

    Park JR, Lee H, Kim SI, Yang SR. Oncotarget , 2016 · doi:10.18632/oncotarget.11168 · PMID 27517151

    Präklinisch (Tier)

    Zeigt NF-κB- und p38-MAPK-Hemmung in Makrophagen und Maus. Ein Autor ist bei einer Biotechfirma beschäftigt, die Arbeit verneint dennoch Interessenkonflikte.

  5. [5] Copper-induced vascular endothelial growth factor expression and wound healing

    Sen CK, Khanna S, Venojarvi M, et al.. American Journal of Physiology, Heart and Circulatory Physiology , 2002 · doi:10.1152/ajpheart.01015.2001 · PMID 11959648

    Präklinisch (Tier)

    Wichtig als Kontrollüberlegung: Hier wirkt Kupfersulfat, nicht GHK-Cu. Zeigt, dass Kupfer allein VEGF steigert und Wunden schließt.

  6. [6] Regenerative and Protective Actions of the GHK-Cu Peptide in the Light of the New Gene Data

    Pickart L, Margolina A. International Journal of Molecular Sciences , 2018 · doi:10.3390/ijms19071987 · PMID 29986520

    Übersichtsarbeit

    Die meistzitierte moderne Übersicht. Beide Autoren sind bei Skin Biology beschäftigt, der Firma des Erstautors, die GHK-Cu vermarktet; die Arbeit verneint Interessenkonflikte.

  7. [7] Topically applied GHK as an anti-wrinkle peptide: Advantages, problems and prospective

    Mortazavi SM, Mohammadi Vadoud SA, Moghimi HR. BioImpacts , 2025 · doi:10.34172/bi.30071 · PMID 39963574

    Übersichtsarbeit

    Unabhängige Übersicht. Kernaussage: zellulär plausibel, klinische Studien fehlen überraschenderweise. Wichtigste unabhängige Bewertung des topischen Anspruchs.

  8. [8] Human skin penetration of a copper tripeptide in vitro as a function of skin layer

    Hostynek JJ, Dreher F, Maibach HI. Inflammation Research , 2011 · doi:10.1007/s00011-010-0238-9 · PMID 20721598

    In vitro

    Ex-vivo-Messung an menschlicher Haut mit 0,68 % Kupfer-Tripeptid-Lösung. Bestimmt wurde Kupfer per Massenspektrometrie, nicht das intakte Peptid; später erschien ein Erratum.

  9. [9] Microneedle-Mediated Delivery of Copper Peptide Through Skin

    Li H, Low YS, Chong HP, et al.. Pharmaceutical Research , 2015 · doi:10.1007/s11095-015-1652-z · PMID 25690343

    In vitro

    Zentrale Arbeit zur Aufnahme: ohne Vorbehandlung praktisch keine Permeation, nach Mikronadeln 134 Nanomol Peptid in 9 Stunden. Belegt das Penetrationsproblem und seine Lösbarkeit nur mit Verstärkung.

  10. [10] Physicochemical characterization of native glycyl-l-histidyl-l-lysine tripeptide for wound healing and anti-aging: a preformulation study for dermal delivery

    Badenhorst T, Svirskis D, Wu Z. Pharmaceutical Development and Technology , 2016 · doi:10.3109/10837450.2014.979944 · PMID 25384620

    In vitro

    Die belastbarste Stabilitätsarbeit: Hydrolyse im Basischen und unter oxidativem Stress, stabil in Wasser und pH 4,5 bis 7,4, drei Abbauprodukte, hohe Hydrophilie (log D um −2,4).

  11. U.S. Food and Drug Administration. FDA , 2026

    Behörde / Norm

    GHK-Cu ist für injizierbare Zubereitungen wegen Immunogenitätsrisiko und begrenzter Humandaten geführt. Die Nominierung wurde später zurückgezogen, die Bewertung bleibt veröffentlicht.

  12. Bundesministerium der Justiz. gesetze-im-internet.de , 2026

    Behörde / Norm

    Die Zweckbestimmung ist Teil der Definition. Sie entscheidet, ob ein Kupferpeptidprodukt Kosmetikum oder Arzneimittel ist.

  13. Bundesministerium der Justiz. gesetze-im-internet.de , 2026

    Behörde / Norm

    Zulassungspflicht für Arzneimittel, die im Geltungsbereich des Gesetzes in den Verkehr gebracht werden.

  14. Europäisches Parlament und Rat. EUR-Lex , 2001

    Behörde / Norm

    Art. 1 Nr. 2 definiert das Arzneimittel, Art. 6 macht das Inverkehrbringen von der Zulassung abhängig.

  15. Europäisches Parlament und Rat. EUR-Lex , 2009

    Behörde / Norm

    Art. 2 Abs. 1 definiert das kosmetische Mittel, Art. 3 verlangt Sicherheit, Art. 11 die Produktinformationsdatei. Kupferpeptide sind keine verbotenen Inhaltsstoffe.

  16. World Anti-Doping Agency. WADA , 2026

    Behörde / Norm

    S0 erfasst nicht zugelassene Substanzen und damit GHK-Cu im Sport.

Der Redaktionsstand dieses Beitrags ist der 14. September 2026. Quellen werden regelmäßig gegen die Register geprüft (PubMed, Crossref).

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