Geführter Einstieg
Die Recherche-Reise
Sieben Stationen, in dieser Reihenfolge gedacht. An jeder Station steht, was zu tun ist und wann es sinnvoll ist, hier aufzuhören. Diese Seite führt durch Wissen, nicht durch Anwendung.
Was will ich eigentlich wissen?
Der häufigste Fehler am Anfang: mit einem Substanznamen loslegen. Wer stattdessen die Frage formuliert, findet schneller, was dazu überhaupt gemessen wurde. Beispiel: nicht „Was macht BPC-157?", sondern „Heilt eine Sehne unter dieser Substanz schneller, und wie würde man das messen?".
Was zu tun ist
Ein Forschungsziel auswählen und die Seite dazu lesen.
Wann hier Schluss ist
Wenn zu deiner Frage kein Ziel passt, gibt es dazu vermutlich keine Forschung. Dann ist die Frage noch nicht beantwortbar.
Den Stoff verstehen, nicht das Etikett
Sortimentsnamen sind keine chemischen Namen. Ein Produkt kann nach einem Molekül heißen und etwas anderes enthalten, eine Mischung sein oder eine Variante mit anderer Halbwertszeit. Der erste Schritt ist immer die Identität: Sequenz, Summenformel, Molekülmasse.
Was zu tun ist
Im Beitrag den Abschnitt „Was der Stoff ist" lesen und die Kennzahlen prüfen.
Wann hier Schluss ist
Wenn zu einem Produkt keine Sequenz oder Molekülmasse angegeben ist, ist die Identität ungeprüft. Dann lässt sich keine Quelle zuordnen.
Prüfen, wie gut das belegt ist
Zu jedem Stoff steht eine Evidenzstufe. Sie sagt, ob es Humanstudien gibt und wie sie aussahen. Eine Tierstudie mit spektakulärem Ergebnis bleibt eine Tierstudie. Wer das einmal verstanden hat, liest Werbetexte anders.
Was zu tun ist
Die Evidenzstufe und den Abschnitt „Was belegt ist" lesen, inklusive der Zeile, warum es nicht höher geht.
Wann hier Schluss ist
Stufe D oder E bedeutet: Es gibt keine belastbare Grundlage für Erwartungen an eine Wirkung.
Vergleichen statt sammeln
Innerhalb einer Klasse sind Stoffe selten austauschbar. Halbwertszeit, Zielstruktur, untersuchte Wege und Zulassungsstatus unterscheiden sich, und diese Unterschiede entscheiden darüber, was überhaupt sinnvoll vergleichbar ist.
Was zu tun ist
Zwei oder drei Stoffe in der Vergleichstabelle nebeneinanderlegen.
Wann hier Schluss ist
Wenn zwei Stoffe in keinem belegbaren Merkmal vergleichbar sind, ist der Vergleich nur Marketing.
Sicherheit und Rechtslage ernst nehmen
Die meisten dieser Stoffe sind in Deutschland nicht zugelassen, ein Teil steht auf Verbotslisten. Dazu kommen die Risiken, die aus der Anwendung selbst entstehen: Injektionen, Verunreinigungen, falsche Konzentrationen, keine Kontrolle.
Was zu tun ist
Rechtslage-Abschnitt des jeweiligen Beitrags und die Gesamtübersicht lesen.
Wann hier Schluss ist
Wenn ein Stoff auf der Verbotsliste steht, endet die Reise hier mit Wissen, nicht mit Praxis.
Substanz, Analytik und Handhabung verstehen
In diesem Schritt geht es um das Handwerk: Was steht in einem Analysenzertifikat, was fehlt darin, wie rekonstituiert man richtig, wie lagert man, was zerstört Peptide. Das ist Wissen über Material, nicht über Anwendung.
Was zu tun ist
Sourcing-, Analytik- und Handhabungsseiten lesen.
Wann hier Schluss ist
Ohne belastbares Analysenzertifikat ist über den Inhalt eines Vials nichts bekannt.
Zurück zur offenen Frage
Der Abschluss der Reise ist keine Entscheidung, sondern eine bessere Frage. Jeder Beitrag nennt die Wissenslücken. Wer wirklich forschen will, findet dort ein Thema, an dem tatsächlich Arbeit fehlt, und das ohne Substanz am Menschen.
Was zu tun ist
Die Wissenslücken des Beitrags lesen und ein Experiment wählen, das ohne Arzneimittel auskommt.
Wann hier Schluss ist
Wenn die offene Frage nur durch Anwendung am Menschen beantwortet werden könnte, gehört sie in eine zugelassene Studie und nicht in Eigenregie.
Direkt einsteigen
Wer nicht von vorne beginnen will: Die Ziele führen zur Frage, die Beiträge zum Stoff. Beide Wege enden an derselben Stelle, nämlich bei den offenen Fragen.
Was hier schon steht
- Substanz-Beiträge
- 32
- einzelne Wirkaussagen
- 256
- Quellenangaben
- 657
- Wissenslücken
- 217