Transparenz
Wie hier bewertet wird
Jede Wirkaussage in diesem Portal trägt eine Evidenzstufe und mindestens eine Quellenangabe. Diese Seite erklärt, wie die Stufen vergeben werden, wie mit Erfahrungsberichten umgegangen wird und wo die Grenzen dieser Methode liegen.
Die Evidenzstufen im Detail
Die Stufe bewertet die Belastbarkeit der Studienlage, nicht die Größe eines Effekts. Ein schwacher Effekt mit vielen guten Studien ist Stufe A. Ein spektakulärer Tiereffekt ohne Humandaten ist Stufe C.
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Mehrere randomisierte kontrollierte Studien am Menschen, meist zusätzlich eine Meta-Analyse.
5 von 35 Beiträgen
Einzelne RCTs oder konsistente kontrollierte Humanstudien mit begrenzter Größe.
13 von 35 Beiträgen
Belastbare Tierdaten, teils kleine oder unkontrollierte Humanstudien. Übertragbarkeit offen.
9 von 35 Beiträgen
In-vitro-Daten, mechanistische Arbeiten oder einzelne Fallberichte. Keine Wirksamkeitsaussage möglich.
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Nur Erfahrungsberichte oder Hypothesen. Diese Stufe wird ausgewiesen, damit sie nicht mit Wissen verwechselt wird.
Zwei Achsen: Studienlage und Bewertung der Aussage
Eine gute Studienlage bedeutet nicht, dass jede einzelne Aussage gut belegt ist. Deshalb gibt es pro Aussage zwei Angaben.
- Evidenzstufe der Aussage
- Die Stufe wird pro Aussage vergeben, nicht pro Stoff. Eine einzelne gut gemachte Humanstudie zu einem Punkt macht nicht den ganzen Stoff zu Stufe A.
- Status der Aussage
- anerkannt bedeutet, die Fachwelt trägt die Aussage. plausibel bedeutet, sie ist mechanistisch begründet und durch Daten gestützt, aber nicht abschließend gezeigt. spekulativ bedeutet, es existiert eine Hypothese ohne belastbare Prüfung. widerlegt bedeutet, die Daten sprechen dagegen.
- Warum beides nötig ist
- Ohne den Status würde eine mechanistisch plausible, aber ungeprüfte Aussage wie eine gesicherte wirken. Die Kombination aus Stufe und Status ist das ehrlichste, was ein Text leisten kann, ohne in Wahrscheinlichkeitsrechnung auszuarten.
- Warum es keine Punkte gibt
- Es gibt hier keine Bewertung von null bis zehn. Eine solche Zahl müsste jemand vergeben, und sie würde Unterschiede verwischen, die in den Daten liegen. Beschreibende Stufen sind genauer als eine erfundene Rangfolge.
Umgang mit anekdotischer Evidenz
Erfahrungsberichte sind kein Wirkbeleg. Sie sind trotzdem nicht wertlos, und sie zu ignorieren wäre ein Fehler.
In diesem Portal werden Erfahrungsberichte als Quelle geführt und sichtbar gekennzeichnet. Sie werden nie als Beleg für eine Wirkung verwendet. Der Grund ist einfach: Wer keine Beschwerden hat, schreibt seltener. Wer viel Geld ausgegeben hat, berichtet seltener über einen Fehlschlag. Werbung und Gemeinschaftsdruck verstärken beides.
Wofür Erfahrungsberichte hier gebraucht werden
- Als Hinweis auf mögliche unerwünschte Wirkungen, die in Studien nicht auftauchen, weil sie selten oder unspezifisch sind.
- Als Dokumentation dessen, was tatsächlich im Umlauf ist: welche Kombinationen, welche Mengenverhältnisse, welche Fehler.
- Als Grund, eine Frage überhaupt zu stellen, also als Anlass für Recherche. Nicht als Antwort.
In diesem Bestand sind 10 anekdotische Quellen unter insgesamt 657 Quellenangaben. Sie sind im Quellenverzeichnis jedes Beitrags als solche markiert.
Wie Quellen geprüft werden
Die wichtigste technische Maßnahme dieses Portals: Jede Quellenangabe wird maschinell gegen öffentliche Register geprüft.
- 1.Jede Quelle wird mit ihrer Kennung erfasst: PMID, DOI oder amtliche URL.
- 2.Ein Prüflauf fragt für jeden PMID bei PubMed und für jeden DOI bei Crossref nach, ob der Eintrag existiert.
- 3.Titel und Jahr der Registerantwort werden mit der Angabe im Beitrag verglichen. Abweichungen werden als Fehler gemeldet.
- 4.Quellen ohne PMID, DOI oder amtliche URL werden als nicht belegt gekennzeichnet und müssen korrigiert werden.
- 5.Der Lauf ist Teil der Prüfkette: Ein Beitrag mit unbestätigter Quelle gilt als unfertig.
- 6.Zusätzlich prüft ein Vollständigkeitstest, dass jede Wirkaussage mindestens eine Quellen-ID nennt und dass diese ID im Quellenverzeichnis existiert.
Derzeit sind 657 Quellenangaben zu 256 Wirkaussagen in 35 Beiträgen erfasst. Diese Prüfung schließt Fehler nicht aus, sie macht erfundene Kennungen und falsche Zuordnungen aber unwahrscheinlich.
Grenzen dieser Methode
Was dieses Vorgehen nicht leistet. Es ist wichtig, das auszusprechen.
- Eine korrekt zitierte Studie ist nicht automatisch eine gute Studie. Die Prüfung bestätigt die Existenz der Quelle, nicht ihre Qualität.
- Die Evidenzstufe ist eine Einschätzung der Redaktion. Andere Fachleute können bei denselben Daten zu einer anderen Stufe kommen. Die Zuordnung wird deshalb begründet, damit sie überprüfbar ist.
- Die Auswahl der zitierten Studien ist eine Auswahl. Wer nur Übersichtsarbeiten zitiert, verliert Widersprüche. Wo es widersprüchliche Befunde gibt, werden sie hier beide genannt, aber Vollständigkeit ist nicht garantiert.
- Die Bewertung ist ein Stand. Neue Studien können sie ändern, und ältere Angaben in diesem Portal können dadurch falsch werden. Jeder Beitrag trägt deshalb ein Redaktionsdatum.
- Für Rechtsfragen gilt dasselbe in stärkerem Maß: Die Einordnung folgt den Normen, aber die Anwendung auf einen Einzelfall ist Sache der Rechtsberatung.
Fehler melden
Ein Wissensportal, das keine Korrektur zulässt, ist eine Meinungsseite.
Wenn eine Quellenangabe falsch zugeordnet ist, eine Studie fehlt oder eine Einordnung nicht trägt, ist das ein Fehler, der korrigiert gehört. Die Kontaktwege stehen im Impressum. Korrekturen werden im Beitrag nachgeführt, und das Redaktionsdatum wird aktualisiert.
Zum Impressum und Kontakt →Der Redaktionsleitfaden
Jede Wirkaussage in diesem Beitrag trägt eine Evidenzstufe von A bis E. Die Stufe beschreibt die Belastbarkeit der Studienlage, nicht die Größe des Effekts.
A bedeutet: mehrere randomisierte kontrollierte Studien am Menschen, idealerweise mit Meta-Analyse. B: einzelne RCTs oder konsistente kontrollierte Humanstudien. C: Tierdaten oder kleine, unkontrollierte Humanstudien. D: ausschließlich Zellkultur, In-vitro- oder Einzelfallberichte. E: keine belastbare Evidenz, oft nur Erfahrungsberichte aus Foren.
Erfahrungsberichte (anekdotische Evidenz) sind hier sichtbar gemacht, aber immer als solche gekennzeichnet. Sie können Hinweise geben, etwa auf unerwartete Wirkungen, und sie können eine Studienlage nicht ersetzen. Umgekehrt gilt genauso: Eine schöne Erzählung im Forum ist kein Wirksamkeitsnachweis.
Quellen werden vollständig zitiert: Studie, Jahr, Zeitschrift, DOI oder PMID. Wo eine Angabe nicht belegbar war, steht das ausdrücklich da.