Themenfeld
Haut & Ästhetik
5 Substanz-Beiträge in diesem Feld. Jeder Beitrag nennt die Wirkmechanismen, die Studienlage mit Evidenzstufe, die dokumentierten Studienprotokolle, Sicherheit, Rechtslage und die offenen Fragen.
Haut & Ästhetik
AHK-Cu
Kupferkomplex eines Tripeptids mit Alanin statt Glycin, ein Vielfaches dünner belegt als GHK-Cu
AHK-Cu ist der Kupferkomplex des Tripeptids Ala-His-Lys. Er unterscheidet sich von GHK-Cu nur durch eine Aminosäure: Alanin statt Glycin. In der Literatur findet sich dazu eine einzige Studie aus dem Jahr 2007, die an menschlichen Haarfollikeln ex vivo und an kultivierten Dermapapillazellen durchgeführt wurde. Humanstudien existieren nicht. Wer AHK-Cu mit den Daten von GHK-Cu bewirbt, überträgt Befunde zwischen zwei verschiedenen Molekülen.
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GHK-Cu
Kupferkomplex eines körpereigenen Tripeptids, Grundlage der Kupferpeptid-Kosmetik
GHK ist ein Tripeptid aus Glycin, Histidin und Lysin, das im Blut vorkommt und Kupfer bindet. Als GHK-Cu ist es der bekannteste Wirkstoff der Kupferpeptid-Kosmetik. Die Grundlagenliteratur stammt überwiegend von einem Forscher, der das Peptid auch kommerziell verwertet. Zellkultur und Nagermodelle zeigen Kollagen- und Entzündungseffekte, kontrollierte Studien am Menschen fehlen. Messungen zur Aufnahme sind ernüchternd: Durch intakte menschliche Haut permeierte in einer Ex-vivo-Arbeit praktisch nichts.
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GLOW Blend
Mischung aus GHK-Cu, BPC-157 und TB-500 in einem Gefäß, ohne Studien zur Kombination
GLOW ist kein Wirkstoff, sondern ein Fertigprodukt: ein Gefäß mit den drei Peptiden GHK-Cu, BPC-157 und TB-500. Für die Kombination existiert keine einzige Studie, weder zur Wirkung noch zur Verträglichkeit noch zur Stabilität in Lösung. Jede Aussage zum Blend ist eine Zusammenrechnung von Einzelbefunden, die an unterschiedlichen Modellen und in unterschiedlichen Zubereitungen erhoben wurden. Die Reinheit lässt sich bei einer Mischung nur eingeschränkt prüfen, weil Gehaltsangaben meist die Gesamtmasse betreffen.
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KLOW Blend
Mischung aus vier Peptiden in einem Gefäß, für die keine Kombinationsstudie existiert
KLOW enthält laut Anbieter vier Peptide: GHK-Cu, BPC-157, TB-500 und KPV. Drei davon entsprechen dem Blend GLOW, KPV ist der entzündungshemmende Zusatz. Für die Kombination existiert keine Studie, und für den Zusatz KPV gibt es keine Daten zur Anwendung am Menschen: Die US-Arzneimittelbehörde stellt ausdrücklich fest, dass keine Exposition des Menschen dokumentiert ist. Je mehr Bestandteile ein Produkt hat, desto schwieriger wird die analytische Prüfung und desto unklarer die Zuordnung von Wirkungen und Beschwerden.
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Melanotan II
Nicht zugelassenes Melanokortin-Analogon, das über den Schwarzmarkt vertrieben wird
Melanotan II ist ein synthetisches Analogon des körpereigenen Melanokortin-Hormons α-MSH. Es bräunt die Haut, greift aber gleichzeitig in Appetit, Blutdruck, Herzfrequenz und Sexualfunktion ein. Es ist weltweit in keinem Land zugelassen, in Deutschland warnt das BfArM seit 2010, in Australien ist es verschreibungspflichtig, ohne als Bräunungsmittel zugelassen zu sein. Fallberichte dokumentieren Priapismus, Übelkeit, Kreislaufreaktionen, veränderte Leberflecken und Melanome.
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