5-Amino-1MQ
Kleinmolekül und NNMT-Hemmstoff, kein Peptid, ohne jede Untersuchung am Menschen
Auch bekannt als: 5-Amino-1MQ · 5A1MQ · 5-Amino-1-methylchinolinium · 5-Amino-1-methylquinolinium · NNMT-Inhibitor
Kurzfassung
5-Amino-1MQ ist kein Peptid, sondern ein kleines synthetisches Molekül. Es hemmt das Enzym NNMT, das im Fettgewebe den Methylgruppen- und NAD+-Haushalt beeinflusst. In Zellkultur und in fett gemästeten Mäusen führte die Hemmung zu weniger Körperfett, besserer Glukosetoleranz und weniger Leberverfettung. Am Menschen ist der Stoff nie untersucht worden. Es gibt keine Zulassung, keine Aufnahmedaten und keine Veröffentlichung zur Sicherheit beim Menschen.
- Stoffklasse
- Kleinmolekül, kein Peptid
- Masse
- 159,2 g/mol als Kation, 286,1 g/mol als Iodid-Salz
- Zielstruktur
- Enzym NNMT (Nicotinamid-N-Methyltransferase)
- Humanstudien
- keine, zu keinem Endpunkt
- Aufnahmedaten Mensch
- keine
- Zulassungen
- keine, weltweit
- Vorherrschende Evidenz
- Zellkultur und Mausmodell
Was der Stoff ist
- Klasse
- Kleinmolekül, kein Peptid: 5-Amino-1-methylchinolinium, ein Hemmstoff des Enzyms Nicotinamid-N-Methyltransferase (NNMT)
- Summenformel
- C₁₀H₁₁N₂⁺ als Kation, C₁₀H₁₁IN₂ als Iodid-Salz
- Molare Masse
- 159,2 g/mol als Kation, 286,1 g/mol als Iodid-Salz
- CAS-Nummer
- 685079-15-6 als Kation, 42464-96-0 als Iodid-Salz
- Herkunft
- 5-Amino-1MQ ist ein rein synthetisches Molekül ohne körpereigenes Gegenstück. Es entstand als Werkzeugsubstanz für die Forschung an NNMT, nicht als Arzneimittelkandidat. In den Übersichtsarbeiten zu NNMT wird die Verbindung als Referenzhemmstoff geführt.
Wirkmechanismus
Was im molekularen Versuch passiert. Jede Zeile nennt die Zielstruktur und die Belege.
Enzym NNMT (Nicotinamid-N-Methyltransferase)1,2
Inhibitor membranpermeabel, in Zellkultur selektiv gegenüber verwandten Methyltransferasen
NNMT überträgt eine Methylgruppe vom Spender S-Adenosylmethionin auf Nicotinamid, ein Vorstufenmolekül von NAD+. Dabei entsteht 1-Methylnicotinamid. Der Hemmstoff setzt die Bildung dieses Produkts in Fettzellen herab.
-
Wird NNMT gehemmt oder gentechnisch verringert, steigen im Fettgewebe die Spiegel von NAD+ und von S-Adenosylmethionin. Beides sind zentrale Stoffwechselmoleküle: NAD+ für die Energiegewinnung, S-Adenosylmethionin als Methylgruppenspender.
Polyamin-Stoffwechsel und Energieverbrauch2
Modulator
Die NNMT-Hemmung erhöht die Aktivität der Enzyme ODC und SSAT und damit den Umsatz von Polyaminen. Im Mausmodell ging das mit erhöhtem Energieverbrauch und Schutz vor ernährungsbedingter Gewichtszunahme einher. Der genaue Zusammenhang zwischen beiden Beobachtungen ist nicht geklärt.
-
In fett gemästeten Mäusen verringerte die tägliche Gabe über 28 Tage die Zunahme von Körpergewicht und Fettmasse, verbesserte die Glukosetoleranz und die Insulinempfindlichkeit und verringerte die Leberverfettung. Das sind Ergebnisse im Tiermodell über vier Wochen.
Was belegt ist und wie gut
Jede Aussage mit Evidenzstufe und Bewertung. „Anerkannt“ heißt: von der Fachwelt getragen. „Spekulativ“ heißt: es gibt eine Hypothese, aber keine belastbare Prüfung.
Mehrere unabhängig durchgeführte Tierstudien mit konsistenten Befunden und eine mechanistische Zellkultur-Grundlage. Humanstudien fehlen vollständig, auch zur Aufnahme des Stoffes.
Warum nicht höher: Nichts an diesem Stoff ist am Menschen gemessen worden. Es gibt keine Humanstudie zu Wirkung, Aufnahme, Verträglichkeit oder Wechselwirkungen, und es gibt keine Zulassung. Alle Zahlen dieses Beitrags stammen aus Zellkultur oder aus Mäusen.
NNMT ist bei Menschen mit Typ-2-Diabetes im Fettgewebe etwa doppelt so stark ausgeprägt wie bei Stoffwechselgesunden, und die Spiegel seines Produkts 1-Methylnicotinamid im Blut hängen mit der Insulinempfindlichkeit zusammen.3
Evidenz B anerkannt · Beobachtungsstudie an Gewebeproben und Blut von 199 Personen mit Bauchoperation, 60 Personen in einem Trainingsprogramm und 55 Personen nach Adipositaschirurgie. Eine Assoziation, kein Ursachennachweis.
5-Amino-1MQ hemmt NNMT in Zellkultur selektiv, ohne verwandte Methyltransferasen oder Enzyme des NAD+-Aufbaupfades zu blockieren.1
Evidenz D plausibel · Messungen in Zellkultur und an künstlichen Membranen. Selektivität im Reagenzglas bedeutet nicht Selektivität im lebenden Organismus über Wochen.
In Fettzellen erhöht die Hemmung NAD+ und S-Adenosylmethionin und unterdrückt die Fettneubildung.1,2
Evidenz D plausibel · Zellkultur an differenzierten Fettzellen. Mechanistisch wichtig, aber kein Wirksamkeitsbeleg.
In fett gemästeten Mäusen verringert die tägliche Gabe von 5-Amino-1MQ über 28 Tage die Zunahme von Gewicht und Fettmasse, verbessert Glukosetoleranz und Insulinempfindlichkeit und verringert die Leberverfettung.6,1
Evidenz C plausibel · Eine Tierstudie mit Dosis-Wirkungs-Prüfung, gestützt auf eine frühere Arbeit mit denselben Substanzen. Beide stammen aus derselben Arbeitsgruppe.
Eine Verringerung der NNMT-Aktivität schützt Mäuse vor ernährungsbedingter Gewichtszunahme, der vollständige Verlust des Enzyms verbessert bei männlichen Mäusen aber nur die Insulinempfindlichkeit und verändert die Glukosetoleranz nicht.7,2,4
Evidenz C plausibel · Mausmodell mit vollständigem Verlust des Enzyms. Zeigt, dass die Wirkung nicht so einfach ist, wie die Kurzfassung der Hemmstoff-Studien nahelegt.
5-Amino-1MQ ist am Menschen nie untersucht worden.8,6
Evidenz C anerkannt · Aussage über die Abwesenheit von Daten. Sie stützt sich auf Register und Literaturdurchsicht; die Übersichtsarbeiten zu NNMT benennen Humanstudien ausdrücklich als fehlend.
Die NNMT-Hemmung ist ein Ansatz in der Krebstherapie.10,9
Evidenz D spekulativ · Untersuchungen an Tumorzellen und an Bindegewebszellen von Tumoren, überwiegend mit anderen Hemmstoffen als 5-Amino-1MQ. Für 5-Amino-1MQ am Menschen ist dazu nichts gemessen.
Studien am Menschen
Was am Menschen tatsächlich gemessen wurde. Tierstudien stehen bewusst nicht hier, sondern im Abschnitt zur Evidenz.
- Population
- Differenzierte Fettzellen in Kultur sowie Mäuse mit ernährungsbedingter Fettleibigkeit · n = nicht berichtet
- Endpunkte
- Aufnahme durch Membranen, Selektivität, Bildung von 1-Methylnicotinamid, NAD+- und S-Adenosylmethionin-Spiegel, Fettneubildung; im Tier Körpergewicht, Fettmasse und Blutfette
- Ergebnis
- In Fettzellen sank das Produkt 1-Methylnicotinamid, NAD+ und S-Adenosylmethionin stiegen, die Fettneubildung wurde unterdrückt. Im Mausmodell sanken Körpergewicht und Fettmasse, die Fettzellen wurden kleiner. Die Arbeit ist die Erstbeschreibung dieser Hemmstoffgruppe.
- Population
- Mäuse mit ernährungsbedingter Fettleibigkeit, Verringerung des Enzyms in Fettgewebe und Leber · n = nicht berichtet
- Endpunkte
- Gewichtszunahme, Energieverbrauch, NAD+- und S-Adenosylmethionin-Spiegel, Polyamin-Umsatz
- Ergebnis
- Die Tiere waren vor ernährungsbedingter Gewichtszunahme geschützt, der Energieverbrauch stieg. NAD+ und S-Adenosylmethionin im Fettgewebe stiegen, der Polyamin-Umsatz nahm zu. Diese Arbeit begründete NNMT als Zielstruktur für Adipositas.
- Population
- Mäuse mit ernährungsbedingter Fettleibigkeit, dazu Kinetikmessungen nach intravenöser, oraler und subkutaner Gabe · n = nicht berichtet
- Endpunkte
- Körperzusammensetzung, Blutzucker, Insulin, Lebergewebe, Leberfett, Leberwerte, Kinetik und Gewebsverteilung
- Ergebnis
- Dosisabhängig geringere Zunahme von Gewicht und Fettmasse, bessere Glukosetoleranz und Insulinempfindlichkeit, weniger Leberverfettung und Entzündungszellen in der Leber, normalisierte Leberwerte. Nach subkutaner Gabe hohe Spiegel im Blut und Verteilung in Fettgewebe, Muskel und Leber. Vier Wochen Laufzeit.
- Population
- Mäuse mit ernährungsbedingter Fettleibigkeit
- Endpunkte
- Körperzusammensetzung und Stoffwechselwerte unter kombinierter Behandlung
- Ergebnis
- Die Kombination aus NNMT-Hemmung und kalorienreduzierter Ernährung normalisierte die Körperzusammensetzung und verstärkte die Stoffwechseleffekte. Auch hier handelt es sich um ein Mausmodell.
- Population
- 199 Personen mit Bauchoperation, 60 Personen in einem zwölfwöchigen Trainingsprogramm, 55 Personen mit zweistufiger Adipositaschirurgie · n = 314
- Endpunkte
- Ausprägung von NNMT im Fettgewebe und Konzentration von 1-Methylnicotinamid im Blut, im Verhältnis zur Insulinempfindlichkeit
- Ergebnis
- Bei manifestem Typ-2-Diabetes war die NNMT-Ausprägung im Bauch- und Unterhautfettgewebe etwa doppelt so hoch wie bei Kontrollpersonen. Das Produkt im Blut hing mit der NNMT-Ausprägung und mit der Insulinempfindlichkeit zusammen. Training und Adipositaschirurgie senkten die Ausprägung. Es handelt sich um Zusammenhänge, nicht um Ursachen.
Pharmakokinetik
Was der Körper mit dem Stoff macht: Aufnahme, Verteilung, Abbau.
- Halbwertszeit
- Beim Menschen nicht bestimmt. Im Mausmodell wurde die Kinetik nach intravenöser, oraler und subkutaner Gabe beschrieben, mit hoher systemischer Verfügbarkeit und Verteilung in Fettgewebe, Muskel und Leber.
- Aufnahme / Bioverfügbarkeit
- Nur im Mausmodell beschrieben. Wie viel von einer Gabe beim Menschen ins Blut gelangt, ist nie gemessen worden.
- Spitzenkonzentration
- Nur im Mausmodell beschrieben. Für den Menschen liegen keine Werte vor.
- Abbau
- Nicht beschrieben. Zur Verstoffwechselung beim Menschen gibt es keine Angaben.
- Ausscheidung
- Nicht beschrieben.
Der Unterschied zwischen Tierdaten und Menschendaten ist hier besonders groß. Selbst die einfache Frage, ob der Stoff nach einer Gabe überhaupt im Blut ankommt, ist am Menschen nicht beantwortet. Grundlage der Tierdaten ist die Arbeit von 2024, die erstmals eine Kinetik im Mausmodell beschreibt.
Protokolle aus der Literatur
Diese Angaben beschreiben, wie in einer bestimmten Studie dosiert wurde. Sie sind der Grund, warum im Umlauf Zahlen kursieren, und ausdrücklich kein Vorschlag für irgendetwas.
Dosisangaben aus Tierstudien lassen sich nicht auf Menschen umrechnen. Wer das versucht, ignoriert Unterschiede in Stoffwechsel, Aufnahme und Empfindlichkeit.
Handhabung im Labor
Umgang mit der Substanz, nicht mit dem Menschen: ansetzen, lagern, typische Fehler.
- Rekonstitution
- Es gibt keinen zugelassenen Fertigartikel und keine Herstellerangabe. Ob ein Pulver als Salz oder als Base vorliegt, entscheidet über die molare Menge: Das Iodid-Salz wiegt 286,1 g/mol, das Kation 159,2 g/mol. Wer beide Zahlen verwechselt, dosiert rechnerisch um etwa 80 Prozent daneben.
- Lagerung
- Eine geprüfte Lagervorschrift existiert nicht. Für empfindliche Kleinmoleküle gilt allgemein: trocken, lichtgeschützt und kühl lagern.
- Lösungsmittel
- Für Forschungszwecke wird der Stoff in wässrigen Puffern oder in Dimethylsulfoxid gelöst. Eine geprüfte Angabe zur Stabilität in Lösung fehlt.
- Auftauen
- Für 5-Amino-1MQ nicht untersucht. Aliquote vor dem Einfrieren bilden ist bei empfindlichen Substanzen üblich.
Grundregeln für den Umgang
- Reinheit und Gegenion dokumentieren. Handelsübliche Proben sind häufig das Iodid-Salz, ohne dass das auf dem Etikett klar steht.
- Da es keine Humanstudien gibt, existiert keine belastbare Bezugsgröße für eine Dosis am Menschen.
- Handschuhe und Schutzbrille tragen, Staubentwicklung vermeiden.
- Ansatzdatum und Lagerbedingungen notieren.
Typische Fehler
- 5-Amino-1MQ ist kein Peptid. Es liegt nur im Peptid-Sortiment. Wer aus der Nachbarschaft im Regal auf eine ähnliche Datenlage schließt, irrt.
- Die CAS-Nummer hängt von der Form ab: 685079-15-6 für das Kation, 42464-96-0 für das Iodid-Salz. Beide Nummern kursieren für dasselbe Produkt, was Vergleiche zwischen Quellen unzuverlässig macht.
- Die Molmasse unterscheidet sich zwischen den Formen deutlich. Umrechnungen zwischen Milligramm und molarer Konzentration gehen deshalb häufig schief.
- Wirkdaten stammen aus zwei Situationen, die beide nicht auf den Menschen übertragbar sind: aus Zellkultur und aus Mäusen, die über Wochen fettreich ernährt wurden.
- Gentechnische Verringerung des Enzyms und Hemmung durch einen Stoff sind nicht dasselbe. Ein Teil der zitierten Literatur untersucht den vollständigen Verlust des Enzyms, nicht den Hemmstoff.
- Im Handel wird der Stoff als Forschungschemikalie ohne Reinheitsnachweis verkauft. Die Behördenangaben zu falsch gekennzeichneten Forschungsprodukten betreffen dasselbe Marktsegment.
Sicherheit
Es gibt keine Sicherheitsdaten am Menschen, nicht einmal eine Messung der Aufnahme. Die Risikobewertung stützt sich damit allein auf Mechanismus und Tierdaten.
Was in Studien als unerwünschte Wirkung berichtet wurde
- gravierend Evidenz C Belege: park-2024, babula-2024
Der Stoff ist am Menschen nie gegeben worden, in keiner Studie. Damit fehlen Angaben zu Verträglichkeit, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Langzeitfolgen vollständig. Die Übersichtsarbeiten zu NNMT benennen Humanstudien ausdrücklich als fehlend.
- gravierend Evidenz C Belege: kraus-2014, neelakantan-2018
Die Hemmung von NNMT greift in den Methylgruppen-Haushalt ein. S-Adenosylmethionin ist der universelle Methylgruppenspender der Zelle. Wird er im Fettgewebe angehoben, verändert das auch die Methylierung von Erbmaterial und Proteinen. Die Folgen über Monate oder Jahre sind nicht untersucht.
- relevant Evidenz D Belege: heide-2025, akar-2021
NNMT kommt in vielen Geweben vor, darunter Leber und Fettgewebe, und wird auch in Tumorzellen und im Bindegewebe von Tumoren gefunden. Was eine systemische Hemmung über längere Zeit in diesen Geweben bewirkt, ist nicht geklärt.
- relevant Evidenz D Belege: neelakantan-2018
Die Selektivität des Hemmstoffs wurde im Reagenzglas geprüft, nicht im lebenden Organismus über Wochen. Selektivität gegenüber verwandten Enzymen in einer Zellkultur sagt nichts über Wirkungen an anderen Zielstrukturen bei längerer Gabe.
Aus Studien und Zulassungsunterlagen
- Zu unerwünschten Wirkungen beim Menschen liegen keine Berichte aus kontrollierten Studien vor, weil es keine Studien gibt.
- In den Mausstudien über 28 Tage wurden die tierexperimentellen Standardgrößen erfasst, darunter Körpergewicht, Blutzucker, Insulin, Leberwerte und Lebergewebe. Die Arbeiten berichten keine behandlungsbedingten Todesfälle. Eine systematische Verträglichkeitsprüfung nach Arzneimittelstandards ist das nicht.
- Aus Selbstberichten in Foren lassen sich keine Häufigkeiten ableiten. Wer keine Beschwerden hat, berichtet seltener, und die eingenommenen Mengen sind unbekannt.
- Es gibt kein behördliches Meldesystem für diesen Stoff, weil er in keinem Land als Arzneimittel zugelassen ist.
Messgrößen, die eine Gefährdung früh zeigen würden
Diese Parameter werden in Studien erhoben, um Schäden zu erkennen. Die Liste ist keine Anleitung zur Selbstkontrolle, sondern zeigt, welche Signale die Fachwelt für relevant hält.
- Leber- und Nierenwerte sowie Körperzusammensetzung, weil NNMT in der Leber vorkommt, zur Ausscheidung beim Menschen nichts bekannt ist und alle Angaben zur Fettmasse aus Mäusen stammen.
- Blutzucker und Insulin, weil die Tierdaten eine Verbesserung der Glukosetoleranz und der Insulinempfindlichkeit zeigen.
- Blutbild und Methylierungsmarker, weil die Hemmung in den Methylgruppen-Haushalt eingreift und beim Menschen nichts darüber bekannt ist.
- Allgemeine Verträglichkeit und Injektionsstelle, weil es keine Dosisfindung am Menschen gibt.
Rechtslage
Einordnung nach öffentlich zugänglichen Normen. Sie ersetzt keine anwaltliche Auskunft im Einzelfall.
Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei Bestimmung zur Anwendung am Menschen ein nicht zugelassenes Arzneimittel.
- § 2 Abs. 1 AMG (Arzneimittelbegriff)
- § 21 Abs. 1 AMG (Zulassungspflicht)
- § 73 AMG (Verbringungsverbot)
- Anlage zu § 6 AntiDopG
5-Amino-1MQ ist in der Anlage zu § 6 AntiDopG nach hiesiger Prüfung nicht genannt. Entscheidend ist deshalb das Arzneimittelrecht: Ein Stoff ohne Zulassung, der objektiv zur Anwendung am Menschen bestimmt ist, darf nicht in den Verkehr gebracht werden. Der Vertrieb unter der Bezeichnung „nur für Forschungszwecke“ beseitigt das nicht, wenn Anwendungshinweise für Menschen mitgeliefert werden.
Europäische Union
14Kein zugelassenes Arzneimittel in der EU.
- Richtlinie 2001/83/EG Art. 1 Nr. 2 (Arzneimittelbegriff)
- Richtlinie 2001/83/EG Art. 6 (Zulassungspflicht)
Die Einordnung folgt der Zweckbestimmung. Reine Laborchemikalien ohne Anwendungsbezug fallen nicht unter das Arzneimittelrecht, Produkte zur Anwendung am Menschen schon.
Nicht zugelassen und nicht als Wirkstoff für Compounding zugelassen.
- 21 U.S.C. § 353a (Section 503A des FD&C Act)
- FDA: Bulk Drug Substances Used in Compounding
- FDA: Concerns with Unapproved GLP-1 Drugs Used for Weight Loss
Ein Stoff darf im Compounding nach Section 503A nur verwendet werden, wenn er einem Arzneibuch-Eintrag entspricht, Bestandteil eines zugelassenen Arzneimittels ist oder auf der behördlichen Liste steht. Nichts davon trifft auf 5-Amino-1MQ zu. Die Behörde hat mehrfach Anbieter verwarnt, die nicht zugelassene Wirkstoffe als Forschungsprodukt mit Anwendungshinweisen für Menschen verkauft haben.
Auf der Verbotsliste der WADA über die Auffangkategorie S0 (nicht zugelassene Substanzen).
- WADA Prohibited List, Kategorie S0 „Non-Approved Substances“
- Anlage zu § 6 AntiDopG
S0 erfasst Stoffe ohne arzneimittelrechtliche Zulassung, die in keiner anderen Kategorie stehen. 5-Amino-1MQ hat keine Zulassung und fällt damit unter S0. In der Anlage zum AntiDopG ist der Stoff nicht ausdrücklich genannt; diese Liste ist enger gefasst als die WADA-Liste.
Kombinationen
Was in der Literatur zusammen genannt wird und was davon belegt ist.
Häufig zusammen untersucht oder genannt
- 5-Amino-1MQ wird in Foren mit Substanzen kombiniert, die den NAD+-Haushalt betreffen, etwa mit Nicotinamid-Mononukleotid oder Nicotinamid-Ribosid. Diese Kombination ist mechanistisch nicht durchdacht: 5-Amino-1MQ erhöht NAD+ dadurch, dass weniger Nicotinamid verbraucht wird, während die anderen Stoffe NAD+ über den Aufbaupfad bereitstellen. Ob sich die Wirkungen addieren oder gegenseitig abschwächen, ist nicht untersucht.
- Die Kombination mit Fettverbrennern oder mit Appetitzüglern ist nie in einer kontrollierten Studie geprüft worden.
Mögliche Wechselwirkungen
- Zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln gibt es keine Untersuchung. Weil der Stoff nie am Menschen gegeben wurde, existiert nicht einmal eine Beobachtung.
Häufige Fehlannahmen
Aussagen, die im Umlauf sind, und was die Quellen dazu sagen.
„5-Amino-1MQ ist ein Peptid.“
Es ist ein Kleinmolekül mit einem Chinolinring: 159,2 g/mol als Kation, 286,1 g/mol als Iodid-Salz. Peptide in diesem Sortiment haben typischerweise das Zehn- bis Dreißigfache an Masse und bestehen aus Aminosäureketten.11,12
„Es gibt Tierstudien, also ist die Wirkung beim Menschen wahrscheinlich.“
Es gibt keine Humanstudie, nicht einmal eine Messung, ob der Stoff nach einer Gabe im Blut ankommt. Die längste Tierstudie lief 28 Tage. Von einer Maus mit ernährungsbedingter Fettleibigkeit auf einen Menschen zu schließen, ist fachlich nicht zulässig.6,8
„NNMT-Hemmung erhöht NAD+ und ist deshalb automatisch günstig.“
NAD+ ist an sehr vielen Vorgängen beteiligt, und NNMT greift zusätzlich in den Methylgruppen-Haushalt ein. In gentechnisch veränderten Mäusen verbesserte der vollständige Verlust des Enzyms die Insulinempfindlichkeit, veränderte aber die Glukosetoleranz nicht. Das passt nicht zu einer einfachen Erzählung.7,2
„Was im Blut gemessen wird, lässt sich aus Mausdaten umrechnen.“
Eine solche Umrechnung ist unzulässig. Die Kinetik im Mausmodell ist beschrieben, die beim Menschen nicht. Ohne Messung am Menschen gibt es keine Bezugsgröße.6
„Der Stoff ist frei verkäuflich, weil er als Forschungschemikalie angeboten wird.“
Die Zweckbestimmung entscheidet. Wird das Produkt mit Anwendungshinweisen für Menschen verkauft, ist es ein nicht zugelassenes Arzneimittel und darf nicht in den Verkehr gebracht werden. Im Sport fällt es unter die WADA-Kategorie S0.13,19
Wissenslücken
Was fehlt. Wer forschen will, findet hier die offenen Fragen, die tatsächlich welche sind.
- ? Es gibt keine einzige Studie am Menschen, weder zur Wirkung noch zur Aufnahme noch zur Verträglichkeit.
- ? Es fehlt jede Angabe zur Halbwertszeit, zur Verstoffwechselung, zur Ausscheidung und zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln beim Menschen.
- ? Die längste Tierstudie lief 28 Tage. Zu Langzeitwirkungen auf Leber, Fettgewebe und Methylierungshaushalt gibt es nichts.
- ? Es gibt keine Studie zu Schwangerschaft, Kindern und Jugendlichen oder älteren Menschen, und die Selektivität des Hemmstoffs ist nur im Reagenzglas geprüft.
- ? Ob die Hemmung des Enzyms dieselben Folgen hat wie sein vollständiger genetischer Verlust, ist nicht geklärt. Die beiden Modelle liefern unterschiedliche Ergebnisse.
- ? Es gibt keine unabhängige Wiederholung der zentralen Tierstudien durch eine andere Arbeitsgruppe mit anderer Finanzierung.
- ? Zur Qualität der im Handel befindlichen Proben, zur Reinheit und zum Gegenion liegen keine unabhängigen Untersuchungen vor.
Selbst ansetzen: ein Experiment ohne Arzneimittel
Methylgruppen-Umsatz in Zellkultur messen
Senkt ein Prüfstoff die Bildung von 1-Methylnicotinamid aus Nicotinamid in lebenden Zellen, ohne die Zellen zu schädigen?
Material
- · Zelllinie mit nachweisbarer NNMT-Aktivität, passendes Medium und Inkubator
- · Nicotinamid als Ausgangssubstanz, Nachweisverfahren für 1-Methylnicotinamid
- · Zytotoxizitätstest, um Substanzwirkungen von Zellschäden zu trennen
- · 5-Amino-1MQ als Prüfsubstanz, Bezugsquelle, Reinheit und Gegenion dokumentiert
Auswertung
Konzentration von 1-Methylnicotinamid im Verhältnis zur Bedingung ohne Prüfsubstanz, aufgetragen gegen die Konzentration, mit Angabe der Zellverträglichkeit.
Ablauf
- 1. Zellen in gleicher Dichte aussäen und bis zur Konfluenz kultivieren.
- 2. Medium mit gleicher Nicotinamidmenge ansetzen, dazu abgestufte Konzentrationen der Prüfsubstanz sowie eine Bedingung ohne Prüfsubstanz.
- 3. Nach festgelegter Inkubationszeit den Überstand abnehmen und 1-Methylnicotinamid darin messen.
- 4. Parallel einen Zytotoxizitätstest auf denselben Platten führen, um unspezifische Effekte zu erkennen.
- 5. Mindestens drei unabhängige Versuchstage, Auswertung mit Dosis-Wirkungs-Kurve und Streumaß.
Grenzen: Der Test zeigt eine Veränderung des Methylgruppen-Umsatzes in Zellen. Er sagt nichts über Fettabbau, Gewichtsverlust, Aufnahme oder Verträglichkeit am Menschen. Ohne Zytotoxizitätstest lässt sich eine Hemmung nicht von einem Zellschaden unterscheiden.
Vergleich mit verwandten Stoffen
Direkter Nebeneinander-Vergleich der belegbaren Merkmale. Leere Felder bedeuten: in der Literatur nicht gefunden.
| Merkmal | 5-Amino-1MQ | AOD-9604 | Cagrilintide | Semaglutide | Tirzepatide |
|---|---|---|---|---|---|
| Klasse | Kleinmolekül, kein Peptid: 5-Amino-1-methylchinolinium, ein Hemmstoff des Enzyms Nicotinamid-N-Methyltransferase (NNMT) | Synthetisches Peptid aus 16 Aminosäuren, C-terminales Fragment des humanen Wachstumshormons, mit einer Disulfidbrücke zwischen den Cysteinen an Position 7 und 14 | Synthetisches Peptid, langwirksames Analogon des humanen Amylins (Inselamyloid-Polypeptid), mit Fettsäurekette zur Albuminbindung | Synthetisches Peptid, GLP-1-Rezeptor-Agonist, durch Fettsäurekette an Albumin gebunden und dadurch lang wirksam | Synthetisches Peptid aus 39 Aminosäuren, dualer Agonist an GIP- und GLP-1-Rezeptor, über eine C20-Fettsäurediacid-Einheit an Albumin gebunden |
| Zielstruktur | Enzym NNMT (Nicotinamid-N-Methyltransferase), NAD+ und S-Adenosylmethionin im Fettgewebe, Polyamin-Stoffwechsel und Energieverbrauch, Fettgewebe, Leber und Glukosehaushalt | β3-adrenerge Rezeptoren des Fettgewebes, Fettoxidation und Energieverbrauch, Insulinempfindlichkeit und Blutzucker, Kein bekannter Rezeptor | Amylin-Rezeptoren (Calcitonin-Rezeptor mit RAMP1, RAMP2 oder RAMP3), Sättigungszentren im Hirnstamm, Magenentleerung, Glukagon und Blutzucker nach dem Essen | GLP-1-Rezeptor, Appetitregulation im Hypothalamus, Magenentleerung, Herz-Kreislauf-System und Niere | GIP-Rezeptor, GLP-1-Rezeptor, Appetitregulation und Sättigung, Herz-Kreislauf-System, Niere und Schlafregulation |
| Halbwertszeit | Beim Menschen nicht bestimmt. Im Mausmodell wurde die Kinetik nach intravenöser, oraler und subkutaner Gabe beschrieben, mit hoher systemischer Verfügbarkeit und Verteilung in Fettgewebe, Muskel und Leber. | Nicht bestimmt. Die Behördenprüfung von 2024 stellt fest, dass keine klinische Studie zur Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von AOD9604 über irgendeinen Verabreichungsweg vorliegt. | 159 bis 195 Stunden, also etwa 7 bis 8 Tage. Ermittelt in einer randomisierten Phase-1b-Studie bei 95 gesunden Erwachsenen mit Übergewicht. | Etwa 1 Woche. Nach der letzten Dosis von 2,4 mg ist Semaglutid noch rund 7 Wochen im Blut nachweisbar. | Etwa 5 Tage. Die Produktinformation begründet damit die einmal wöchentliche Gabe und weist darauf hin, dass bei Absetzproblemen die lange Halbwertszeit zu berücksichtigen ist. |
| Untersuchte Wege | subkutan, in vitro | oral, subkutan, intravenös | subkutan | subkutan, oral | subkutan |
| Zulassung | Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei Bestimmung zur Anwendung am Menschen ein nicht zugelassenes Arzneimittel. · Europäische Union: Kein zugelassenes Arzneimittel in der EU. | Deutschland: Nicht zugelassen und zusätzlich in der Doping-Verbotsliste namentlich genannt. Erwerb, Besitz und Verbringung in nicht geringer Menge zu Dopingzwecken sind strafbar. · Europäische Union: Kein zugelassenes Arzneimittel in der EU. | Deutschland: Nicht zugelassen. Ein Stoff ohne Zulassung, der zur Anwendung am Menschen bestimmt ist, ist ein nicht zugelassenes Arzneimittel und darf nicht in den Verkehr gebracht werden. · Europäische Union: Kein zugelassenes Arzneimittel. Beim Redaktionsstand ist kein laufendes EU-Zulassungsverfahren bekannt. | Deutschland: Zugelassenes, verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Abgabe ausschließlich über Apotheken. Nicht zugelassene Zubereitungen und Importe sind nicht verkehrsfähig. · Europäische Union: Zugelassen. Wegovy seit 6. Januar 2022, Ozempic seit 8. Februar 2018, Rybelsus seit 3. April 2020. | Deutschland: Zugelassenes, verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Abgabe ausschließlich über Apotheken. Nicht zugelassene Zubereitungen sind nicht verkehrsfähig. · Europäische Union: Zugelassen. Mounjaro erhielt die Zulassung am 15. September 2022. |
| Evidenz | C — überwiegend Tiermodelle | B — am Menschen untersucht | B — am Menschen untersucht | A — mehrfach am Menschen belegt | A — mehrfach am Menschen belegt |
| Humanstudien | 5 dokumentiert | 5 dokumentiert | 6 dokumentiert | 5 dokumentiert | 6 dokumentiert |
| Deutschland | Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei Bestimmung zur Anwendung am Menschen ein nicht zugelassenes Arzneimittel. | Nicht zugelassen und zusätzlich in der Doping-Verbotsliste namentlich genannt. Erwerb, Besitz und Verbringung in nicht geringer Menge zu Dopingzwecken sind strafbar. | Nicht zugelassen. Ein Stoff ohne Zulassung, der zur Anwendung am Menschen bestimmt ist, ist ein nicht zugelassenes Arzneimittel und darf nicht in den Verkehr gebracht werden. | Zugelassenes, verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Abgabe ausschließlich über Apotheken. Nicht zugelassene Zubereitungen und Importe sind nicht verkehrsfähig. | Zugelassenes, verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Abgabe ausschließlich über Apotheken. Nicht zugelassene Zubereitungen sind nicht verkehrsfähig. |
Kernaussagen
- ▪ 5-Amino-1MQ ist chemisch kein Peptid, sondern ein Kleinmolekül mit 159,2 g/mol als Kation.
- ▪ Es hemmt das Enzym NNMT, das Nicotinamid verbraucht und damit in den NAD+- und Methylgruppen-Haushalt eingreift.
- ▪ In Zellkultur und in Mausmodellen führt die Hemmung zu weniger Fettmasse, besserer Glukosetoleranz und weniger Leberverfettung.
- ▪ Am Menschen ist der Stoff nie untersucht worden. Es gibt keine Wirkdaten, keine Aufnahmedaten und keine Sicherheitsdaten.
- ▪ Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist NNMT im Fettgewebe etwa doppelt so stark ausgeprägt. Das ist ein Zusammenhang, kein Ursachennachweis und keine Aussage über den Hemmstoff.
- ▪ Es gibt keine Zulassung. Im Sport fällt der Stoff unter die WADA-Kategorie S0, in Deutschland greift bei Anwendungsbezug das Arzneimittelrecht.
- ▪ Die Molmasse unterscheidet sich je nach Form erheblich. Angaben aus verschiedenen Quellen sind deshalb häufig nicht vergleichbar.
Quellen
Alle Belege dieses Beitrags, mit Einordnung, was sie zeigen und wo ihre Grenzen liegen.
- [1] Selective and membrane-permeable small molecule inhibitors of nicotinamide N-methyltransferase reverse high fat diet-induced obesity in mice
Neelakantan H, Vance V, Wetzel MD, Wang HL, et al.. Biochemical Pharmacology , 2018 · doi:10.1016/j.bcp.2017.11.007 · PMID 29155147
Präklinisch (Tier)Erstbeschreibung der Hemmstoffgruppe, zu der 5-Amino-1MQ gehört. Enthält die Selektivitätsmessungen, die Zellkultur-Daten und den Versuch an fett gemästeten Mäusen. Grundlage fast aller späteren Veröffentlichungen zum Stoff.
- [2] Nicotinamide N-methyltransferase knockdown protects against diet-induced obesity
Kraus D, Yang Q, Kong D, Banks AS, et al.. Nature , 2014 · doi:10.1038/nature13198 · PMID 24717514
Präklinisch (Tier)Die Arbeit, die NNMT als Zielstruktur für Adipositas bekannt machte. Untersucht gentechnische Verringerung des Enzyms, nicht den Hemmstoff. Enthält die Mechanismusdaten zu NAD+, S-Adenosylmethionin und Polyaminen.
- [3] Association of nicotinamide-N-methyltransferase mRNA expression in human adipose tissue and the plasma concentration of its product, 1-methylnicotinamide, with insulin resistance
Kannt A, Pfenninger A, Teichert L, Tönjes A, et al.. Diabetologia , 2015 · doi:10.1007/s00125-014-3490-7 · PMID 25596852
SonstigesDie wichtigste humane Quelle dieses Beitrags: 314 Personen, Gewebsproben und Blutwerte. Belegt einen Zusammenhang zwischen NNMT im Fettgewebe und Insulinresistenz. Grenze: Beobachtungsstudie, keine Ursachenaussage und keine Aussage über den Hemmstoff.
- [4] Combined nicotinamide N-methyltransferase inhibition and reduced-calorie diet normalizes body composition and enhances metabolic benefits in obese mice
Sampson CM, Dimet AL, Neelakantan H, Ogunseye KO, et al.. Scientific Reports , 2021 · doi:10.1038/s41598-021-85051-6 · PMID 33707534
Präklinisch (Tier)Kombination aus Hemmstoff und kalorienreduzierter Ernährung im Mausmodell. Zeigt, dass ein Teil des Effekts an die Ernährung gekoppelt ist. Autoren aus derselben Arbeitsgruppe wie die Erstbeschreibung.
- [5] Reduced calorie diet combined with NNMT inhibition establishes a distinct microbiome in DIO mice
Dimet-Wiley A, Wu Q, Wiley JT, Eswar A, et al.. Scientific Reports , 2022 · doi:10.1038/s41598-021-03670-5 · PMID 35013352
Präklinisch (Tier)Untersucht zusätzlich die Darmflora im Mausmodell. Für die Frage nach der Wirkung am Menschen ohne Bedeutung, aber ein Beispiel dafür, wie viele Folgemessungen im Tiermodell ohne Humanbezug entstehen.
- [6] Nicotinamide N-methyltransferase inhibition mitigates obesity-related metabolic dysfunction
Babula JJ, Bui D, Stevenson HL, Watowich SJ, et al.. Diabetes, Obesity and Metabolism , 2024 · doi:10.1111/dom.15879 · PMID 39161060
Präklinisch (Tier)Die umfangreichste Tierstudie: 28 Tage tägliche Gabe an fett gemästete Mäuse, mit Körperzusammensetzung, Glukosehaushalt, Lebergewebe und Kinetik nach drei Verabreichungswegen. Grenze: Mausmodell, vier Wochen.
- [7] Genetic Nicotinamide N-Methyltransferase (Nnmt) Deficiency in Male Mice Improves Insulin Sensitivity in Diet-Induced Obesity but Does Not Affect Glucose Tolerance
Brachs S, Polack J, Brachs M, Jahn-Hofmann K, et al.. Diabetes , 2019 · doi:10.2337/db18-0780 · PMID 30552109
Präklinisch (Tier)Wichtige Gegenprobe: Der vollständige genetische Verlust des Enzyms verbesserte die Insulinempfindlichkeit, veränderte die Glukosetoleranz aber nicht. Zeigt, dass die Wirkung komplexer ist als in Kurzdarstellungen.
- [8] Exploring NNMT: from metabolic pathways to therapeutic targets
Park J, Shin EJ, Kim TH, Yang JH, et al.. Archives of Pharmacal Research , 2024 · doi:10.1007/s12272-024-01519-9 · PMID 39604638
ÜbersichtsarbeitÜbersicht über NNMT als Zielstruktur in Stoffwechsel und Onkologie. Nützlich zur Einordnung, wie weit die Forschung vom Menschen entfernt ist.
- [9] Small molecule inhibitor of nicotinamide N-methyltransferase shows anti-proliferative activity in HeLa cells
Akar S, Duran T, Azzawri AA, Koçak N, et al.. Journal of Obstetrics and Gynaecology , 2021 · doi:10.1080/01443615.2020.1854696 · PMID 33645410
In vitroZellkulturarbeit zu NNMT-Hemmung in Tumorzellen. Belegt, dass die Hemmung auch außerhalb des Fettgewebes wirkt, und ist damit ein Hinweis darauf, wie breit die möglichen Angriffspunkte liegen.
- [10] NNMT inhibition in cancer-associated fibroblasts restores antitumour immunity
Heide J, Bilecz AJ, Patnaik S, Allega MF, et al.. Nature , 2025 · doi:10.1038/s41586-025-09303-5 · PMID 40702186
Präklinisch (Tier)Untersucht NNMT-Hemmung im Bindegewebe von Tumoren mit einem anderen Hemmstoff. Wird hier nur genannt, um zu zeigen, dass die Hemmung viele Gewebe betrifft. Keine Aussage zu 5-Amino-1MQ am Menschen.
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National Center for Biotechnology Information, PubChem , 2026
DatenbankStoffdatenbank-Eintrag für das Kation: Summenformel C10H11N2+, Molmasse 159,21 g/mol, CAS 685079-15-6. Grundlage der Identitätsangaben dieses Beitrags.
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National Center for Biotechnology Information, PubChem , 2026
DatenbankEintrag für das Iodid-Salz: Summenformel C10H11IN2, Molmasse 286,11 g/mol, CAS 42464-96-0. Erklärt, warum für denselben Stoff zwei verschiedene CAS-Nummern und Molmassen im Umlauf sind.
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Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de , 2026
Behörde / NormDie Zweckbestimmung ist Teil der Definition des Arzneimittels.
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Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de , 2026
Behörde / NormOhne Zulassung darf ein Arzneimittel nicht in den Verkehr gebracht werden.
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Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de , 2026
Behörde / NormVerbietet das Verbringen nicht zugelassener Arzneimittel in den Geltungsbereich des Gesetzes.
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Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de , 2026
Behörde / Norm5-Amino-1MQ ist nach hiesiger Prüfung nicht aufgeführt. Die Liste nennt aus demselben Umfeld nur Wachstumshormon-Fragmente.
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U.S. Food and Drug Administration , 2026
Behörde / NormErklärt, unter welchen drei Voraussetzungen ein Wirkstoff nach Section 503A im Compounding verwendet werden darf. Keine davon trifft auf 5-Amino-1MQ zu.
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U.S. Food and Drug Administration , 2026
Behörde / NormEnthält die Behördenhaltung zu Produkten, die fälschlich als Forschungsartikel verkauft werden, aber Anwendungshinweise für Menschen mitliefern. Stand 1. September 2026.
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World Anti-Doping Agency , 2026
Behörde / NormS0 erfasst nicht zugelassene Substanzen und damit 5-Amino-1MQ im Sport.
Der Redaktionsstand dieses Beitrags ist der 14. September 2026. Quellen werden regelmäßig gegen die Register geprüft (PubMed, Crossref).