Aufklärung, kein Verkauf. Unabhängige Wissenssammlung. Keine Empfehlung, keine Anleitung, kein Verkauf von Anwendungen am Menschen.

Was das heißt
Fokus, Stress & Schlaf Evidenz C

Semax

ACTH(4-10)-Analogon mit C-terminalem Pro-Gly-Pro, in Russland seit 1994 zugelassen

Auch bekannt als: Семакс · MEHFPGP · Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro · ACTH(4-7)-Pro-Gly-Pro

Kurzfassung

Semax ist ein synthetisches Peptid aus sieben Aminosäuren. Es leitet sich vom ACTH-Fragment (4-10) ab, ist aber hormonell unwirksam. In Russland ist es als Nasentropfen gegen den akuten ischämischen Schlaganfall zugelassen, außerhalb Russlands gibt es keine Zulassung. Die Studienlage besteht überwiegend aus Rattenmodellen; die wenigen Arbeiten am Menschen sind klein und offen geführt.

Aminosäuren
7
Masse
813,9 g/mol
Zulassung
Russland seit 1994, sonst keine
Placebokontrollierte Humanstudie
keine bekannt
Vorherrschende Evidenz
Rattenmodell
01

Was der Stoff ist

Klasse
Synthetisches Heptapeptid, Analogon des ACTH(4-10)-Fragments mit C-terminalem Pro-Gly-Pro
Sequenz
Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro
Summenformel
C₃₇H₅₁N₉O₁₀S
Molare Masse
813,9 g/mol
CAS-Nummer
80714-61-0
Herkunft
Entwickelt am Institut für Molekulare Genetik der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau, zusammen mit dem Forschungsinstitut für physiologisch aktive Substanzen. Das Vorbild ACTH(4-10) endet auf Arg-Trp-Gly. Semax ersetzt diese drei Aminosäuren durch Pro-Gly-Pro und verliert dadurch die hormonelle Wirkung. Es ist kein körpereigener Stoff, sondern ein synthetisches Peptid.
02

Wirkmechanismus

Was im molekularen Versuch passiert. Jede Zeile nennt die Zielstruktur und die Belege.

  • BDNF und sein Rezeptor trkB9

    Modulator Transkription und Proteinspiegel im Rattenhirn erhöht

    Nach Gabe von Semax stiegen im Hippocampus der Ratte die mRNA von BDNF und trkB. Die Arbeit misst Genexpression und ist kein Wirksamkeitsnachweis am Menschen.

  • Bindungsstellen in den Basalkernen des Vorderhirns10

    Bindung spezifisch und sättigbar, im nanomolaren Bereich

    Die Arbeitsgruppe beschreibt spezifische Bindungsstellen im Rattenhirn und einen Anstieg des BDNF-Proteins. Ein einzelner Rezeptor wurde nicht identifiziert.

  • Transkription von Neurotrophinen und ihren Rezeptoren11

    Modulator

    Im Rattenmodell des Verschlusses der mittleren Hirnarterie verstärkte Semax die Transkription von Bdnf, Ngf, Nt-3, TrkA, TrkB und TrkC im Kortex. Die Effekte traten zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach dem Eingriff auf.

  • μ-Opioidrezeptor, Gen Oprm114

    Bindung in Maus und Zellmodell beschrieben

    Die Gruppe identifizierte das Ziel über Netzwerkpharmakologie und molekulares Docking, nicht über eine direkte Bindungsmessung. Bestätigt wurde der Weg über Knockdown von USP18.

03

Was belegt ist und wie gut

Jede Aussage mit Evidenzstufe und Bewertung. „Anerkannt“ heißt: von der Fachwelt getragen. „Spekulativ“ heißt: es gibt eine Hypothese, aber keine belastbare Prüfung.

Evidenz C

Viele Nagerdaten aus einem eng umrissenen Forschungsnetzwerk, dazu kleine, offene Humanstudien. Eine verblindete, placebokontrollierte Studie am Menschen fehlt.

Warum nicht höher: Ohne placebokontrollierte Humanstudie und ohne Humanpharmakokinetik bleibt die Stufe bei C. Die russische Zulassung von 1994 stützt sich auf russischsprachige Studien, die international nicht frei zugänglich sind.

  • In Ratten erhöht Semax die Expression von BDNF und seines Rezeptors trkB im Hippocampus.9

    Evidenz C plausibel · Eine Arbeitsgruppe, Rattenmodell, Genexpression auf mRNA-Ebene.

  • Semax bindet im Rattenhirn spezifisch an Bindungsstellen in den Basalkernen und hebt dort den BDNF-Proteinspiegel an.10

    Evidenz C plausibel · Rattengewebe, Bindungsstudie ohne identifizierten Rezeptor.

  • Nach experimenteller Hirnischämie verstärkt Semax in der Ratte die Transkription mehrerer Neurotrophine und Rezeptoren im Kortex.11

    Evidenz C plausibel · Rattenmodell, mRNA-Messung zu drei Zeitpunkten.

  • Bei Patienten nach ischämischem Schlaganfall stieg der BDNF-Wert im Blut unter Semax rascher, und die Erholung nach dem Barthel-Index verlief schneller.13

    Evidenz C plausibel · 110 Patienten, Untergruppenvergleich ohne Verblindung und ohne Placebogruppe.

  • Semax ist in Russland seit 1994 als Arzneimittel registriert und dort für den akuten ischämischen Schlaganfall zugelassen.3,1,2

    Evidenz C anerkannt · Behördendokumente. Belegt die Zulassung, nicht die Wirksamkeit.

  • Im Mausmodell verbessert Semax nach einer Rückenmarksverletzung die funktionelle Erholung über den μ-Opioidrezeptor.14

    Evidenz C plausibel · Weibliche Mäuse, ein Modell, Zielstruktur über Docking abgeleitet.

  • Semax wird in Rattenblut rasch abgebaut, wobei der Angriff am N-terminalen Methionin beginnt.12

    Evidenz C plausibel · In-vitro-Abbau in Rattenblut, keine Humanproben.

  • In der Europäischen Union und in den USA ist Semax nicht als Arzneimittel zugelassen.5,7

    Evidenz C anerkannt · Behördliche Feststellung, keine Studie. Belegt den Zulassungsstatus, nichts über Wirkung.

04

Studien am Menschen

Was am Menschen tatsächlich gemessen wurde. Tierstudien stehen bewusst nicht hier, sondern im Abschnitt zur Evidenz.

Semax bei ischämischem Schlaganfall, russische Verlaufsstudie

2018 13
Population
110 Erwachsene nach ischämischem Schlaganfall, zwei Zeitpunkte der Rehabilitation · n = 110
Endpunkte
BDNF im Plasma, Motorik nach der Skala des British Medical Research Council, Barthel-Index
Ergebnis
Unter Semax stieg BDNF schneller und blieb über die Beobachtungszeit hoch. Der Barthel-Index verbesserte sich rascher. Die Zuordnung zu den Gruppen war nicht verblindet und nicht placebokontrolliert.

Zulassung in Russland: Nasentropfen 1 % und 0,1 %

1994 3,1,2
Population
Erwachsene mit akutem ischämischem Schlaganfall mittlerer und schwerer Ausprägung
Endpunkte
Grundlage sind russischsprachige Studien; ein öffentlich einsehbarer Prüfbericht zu Wirksamkeit und Sicherheit liegt nicht vor
Ergebnis
1994 wurde Semax erstmals als Stoff und als 0,1-%-Lösung registriert. Die 1-%-Form trägt die Indikation akuter ischämischer Schlaganfall als Teil einer Kombinationstherapie. Die 0,1-%-Form steht auf der russischen Liste der lebenswichtigen Arzneimittel.
05

Pharmakokinetik

Was der Körper mit dem Stoff macht: Aufnahme, Verteilung, Abbau.

Halbwertszeit
Für den Menschen nicht veröffentlicht. Die russische Fachinformation nennt keine Zahl, und eine unabhängige Messung existiert nicht.
Aufnahme / Bioverfügbarkeit
Die russische Fachinformation gibt an, dass 60 bis 70 Prozent des Wirkstoffs über die Nasenschleimhaut aufgenommen werden. Eine veröffentlichte Messung am Menschen, welche diese Zahl stützt, gibt es nicht.
Abbau
Der Abbau beginnt am N-terminalen Methionin. In Rattenblut spalten Peptidasen das Molekül vom N-Terminus her in kürzere Fragmente (Potaman et al. 1991). Für den Menschen ist der Abbau nicht untersucht.
Ausscheidung
Nicht untersucht. Angaben zur Ausscheidung stammen aus Herstellerunterlagen.

Die gesamte Kinetik stammt aus Rattenblut oder aus Herstellerangaben. Wer beim Menschen wirksame Spiegel erreichen will, arbeitet mit einer Zahl, die nie gemessen wurde.

06 keine Anwendungsempfehlung

Protokolle aus der Literatur

Diese Angaben beschreiben, wie in einer bestimmten Studie dosiert wurde. Sie sind der Grund, warum im Umlauf Zahlen kursieren, und ausdrücklich kein Vorschlag für irgendetwas.

2000 bis 3000 µg pro Gabe, 3- bis 4-mal täglich, Tagessumme 6000 bis 12 000 µg, 10 Tage nasal Regime der russischen Zulassung, Erwachsene mit mittelschwerem ischämischem Schlaganfall Zweck: Dokumentation des zugelassenen Regimes, keine Anwendungsempfehlung 2
3000 bis 4000 µg pro Gabe, 4- bis 5-mal täglich, Tagessumme 12 000 bis 20 000 µg, 10 Tage nasal Regime der russischen Zulassung, Erwachsene mit schwerem ischämischem Schlaganfall Zweck: Dokumentation des zugelassenen Regimes, keine Anwendungsempfehlung 2
6000 µg/Tag, zwei Kurse von je 10 Tagen mit 20 Tagen Pause dazwischen nasal Erwachsene nach ischämischem Schlaganfall, n = 110 (russische Studie) Zweck: Prüfung des BDNF-Verlaufs, der Motorik und des Barthel-Index 13

Dosisangaben aus Tierstudien lassen sich nicht auf Menschen umrechnen. Wer das versucht, ignoriert Unterschiede in Stoffwechsel, Aufnahme und Empfindlichkeit.

07

Handhabung im Labor

Umgang mit der Substanz, nicht mit dem Menschen: ansetzen, lagern, typische Fehler.

Rekonstitution
Die zugelassenen Nasentropfen sind gebrauchsfertige Lösungen und werden nicht angesetzt. Ein Lyophilisat für Laborzwecke wird mit sterilem Wasser oder Kochsalzlösung gelöst und ergibt eine andere Zubereitung als das zugelassene Produkt.
Lagerung
Die russische Fachinformation nennt für die Nasentropfen eine Lagerung bei höchstens 10 °C, kein Einfrieren und eine Haltbarkeit von zwei Jahren. Lyophilisat gehört trocken, lichtgeschützt und tiefgekühlt gelagert. Eine veröffentlichte Stabilitätsstudie zum Fertigprodukt fehlt.
Lösungsmittel
Die zugelassene Lösung enthält Methylparahydroxybenzoat als Konservierungsmittel. Andere Konservierungsmittel können Peptide verändern; für Semax ist das nicht systematisch geprüft.
Auftauen
In den Abbaustudien wurden tritiummarkierte Peptide als Aliquote tiefgekühlt gelagert. Wie stark wiederholtes Auftauen und Einfrieren Semax schädigt, ist nicht quantifiziert.

Grundregeln für den Umgang

  • Kühlkette dokumentieren und das Datum des Ansetzens auf dem Gefäß notieren.
  • Nach dem Ansetzen rollen statt schütteln, weil Schütteln Peptide aggregieren lässt.
  • Trübe Lösung oder sichtbare Partikel nicht verwenden.
  • Handschuhe und Schutzbrille beim Umgang mit Lyophilisat, Staubentwicklung vermeiden.
  • Getrennte Pipetten für Ausgangslösung und Verdünnungen, um Verschleppung zu vermeiden.

Typische Fehler

  • Angaben zur Aufnahme über die Nasenschleimhaut stammen aus Herstellerunterlagen und werden in Sekundärquellen als gemessene Zahl weitergegeben.
  • Dosen aus Nagerstudien in Nanomol pro Kilogramm werden im Umlauf in Mikrogramm für Menschen umgerechnet. Diese Umrechnung setzt eine gemessene Aufnahme voraus, die es nicht gibt.
  • Die russische Zulassung wird als Beleg für Wirksamkeit gelesen. Sie belegt, dass ein Arzneimittelregister einen Stoff führt, und nicht, dass eine kontrollierte Prüfung erfolgreich war.
  • Viele zitierte Arbeiten stammen aus dem Institut, das Semax entwickelt hat, und wiederholen denselben Versuchsaufbau. Wer die Literatur sichtet, findet selten eine unabhängige Nachprüfung.
  • Die verbreitete Annahme, die C-terminale Tripeptidsequenz PGP sei der eigentliche Wirkstoff, beruht auf Arbeiten, die beide Stoffe parallel geprüft haben, und ist nicht abschließend geklärt.
08

Sicherheit

Die russische Zulassung deckt ein enges Anwendungsgebiet ab. Unabhängige Sicherheitsdaten zum Menschen fehlen vollständig.

Was in Studien als unerwünschte Wirkung berichtet wurde

  • gravierend Evidenz C Belege: fda-bulks

    Die FDA nennt für Semax ein Risiko für Immunogenität durch Aggregation und peptidbedingte Verunreinigungen und erklärt, es lägen keine oder nur begrenzte Sicherheitsdaten vor.

  • relevant Evidenz C Belege: semax-instruction

    Als Gegenanzeigen nennt die Zulassung unter anderem akute psychische Störungen, Angststörungen, eine Vorgeschichte mit Krampfanfällen sowie Schwangerschaft und Stillzeit. Für diese Gruppen gibt es keine Daten.

  • Hinweis Evidenz C Belege: semax-instruction

    Die Fachinformation nennt bei längerer Anwendung eine leichte Reizung der Nasenschleimhaut als mögliche Nebenwirkung. Schwere Ereignisse werden dort nicht aufgeführt.

  • Hinweis Evidenz C Belege: dolotov-2006-brainres, gusev-2018

    Geprüft wurde Semax überwiegend an gesunden jungen Nagern und an ausgewählten Patientengruppen. Zu Langzeitgabe, Mehrfachkombinationen oder wiederholten Kursen über Jahre fehlen Daten.

Aus Studien und Zulassungsunterlagen

  • Leichte Reizung der Nasenschleimhaut bei längerer Anwendung (Herstellerangabe ohne Häufigkeitsangabe).
  • Die Fachinformation erklärt, eine Überdosierung sei auch bei deutlicher Erhöhung der Einzeldosis nicht beobachtet worden. Das ist eine Herstelleraussage ohne veröffentlichte Daten.
  • Aus der russischen Humanstudie mit 110 Patienten werden keine unerwünschten Wirkungen mit Häufigkeiten berichtet.

Messgrößen, die eine Gefährdung früh zeigen würden

Diese Parameter werden in Studien erhoben, um Schäden zu erkennen. Die Liste ist keine Anleitung zur Selbstkontrolle, sondern zeigt, welche Signale die Fachwelt für relevant hält.

  • Zustand der Nasenschleimhaut, weil dort die einzige berichtete Nebenwirkung ansetzt.
  • BDNF im Plasma, weil dieser Wert der einzige wiederholt gemessene Humansurrogatparameter ist.
  • Krampfschwelle im Tiermodell, weil die Zulassung eine Vorgeschichte mit Krampfanfällen ausschließt und der Mechanismus im zentralen Nervensystem liegt.
  • Antikörper gegen das Peptid, weil die FDA das Immunogenitätsrisiko bei peptidhaltigen Zubereitungen ausdrücklich nennt.
09 keine Rechtsberatung

Rechtslage

Einordnung nach öffentlich zugänglichen Normen. Sie ersetzt keine anwaltliche Auskunft im Einzelfall.

Russische Föderation

1,2,3

Zugelassenes Arzneimittel. Registriert seit 1994, aktuell als Nasentropfen 0,1 % und 1 %.

  • Anordnung Nr. 294 des Ministeriums für Gesundheit und Medizinindustrie der Russischen Föderation vom 20.12.1994
  • Staatliches Arzneimittelregister (ГРЛС) des Gesundheitsministeriums, Reg. Nr. ЛП-№(009449)-(РГ-RU) vom 26.03.2025
  • Registrierungsnummer Р N000812/01 für die 1-%-Nasentropfen

Inhaber der Zulassung ist die AG „Innovations- und Produktionszentrum Peptogen“ in Moskau. Das Register führt den Stoff als nicht acetyliertes Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro. Die 1-%-Form ist verschreibungspflichtig, die 0,1-%-Form steht auf der Liste der lebenswichtigen Arzneimittel. Eine Zulassung in einem anderen Staat ist daraus nicht ableitbar.

Deutschland

4,5

Kein zugelassenes Arzneimittel. Einordnung als Arzneimittel ist wahrscheinlich, sobald ein Anwendungsbezug beim Menschen besteht.

  • § 2 Abs. 1 AMG (Arzneimittelbegriff)
  • § 21 Abs. 1 AMG (Zulassungspflicht)
  • § 5 AMG (Verbot bedenklicher Arzneimittel)

Eine Zulassung in Russland ersetzt keine deutsche Zulassung. Die Zweckbestimmung entscheidet mit: Ein Stoff, der zur Anwendung am Menschen bestimmt ist, braucht eine Zulassung, unabhängig von der Bezeichnung „nur für Forschungszwecke“.

Europäische Union

6

Kein zugelassenes Arzneimittel in der EU.

  • Richtlinie 2001/83/EG Art. 1 Nr. 2 (Arzneimittelbegriff)
  • Richtlinie 2001/83/EG Art. 6 (Zulassungspflicht)

Auch auf EU-Ebene folgt die Einordnung der Zweckbestimmung. Reine Laborchemikalien ohne Anwendungsbezug fallen nicht unter das Arzneimittelrecht, Produkte zur Anwendung am Menschen schon.

USA

7

Nicht zugelassen. Die FDA führt Semax nicht auf den Compounding-Listen und nennt erhebliche Sicherheitsbedenken.

  • 21 U.S.C. § 353a (Section 503A des FD&C Act)
  • FDA: Certain Bulk Drug Substances for Use in Compounding that May Present Significant Safety Risks

Semax steht in der Tabelle der Stoffe, die von den Nominierern zurückgezogen wurden und zuvor in Kategorie 2 der Übergangsregelung geführt wurden. Damit darf der Stoff in den USA derzeit nicht compoundiert werden. Im Juli 2026 hat ein Beratergremium der FDA empfohlen, Semax auf die 503A-Liste zu setzen; diese Empfehlung ist nicht bindend und hat den Status bislang nicht geändert.

Sport und Anti-Doping

8

Die WADA-Verbotsliste nennt Semax nicht namentlich. Eine Zuordnung zur Auffangkategorie S0 ist nicht eindeutig.

  • WADA Prohibited List, Kategorie S0 „Non-Approved Substances“

S0 erfasst Stoffe ohne Zulassung durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die Anwendung am Menschen. Semax hat in Russland genau eine solche Zulassung. Die Kategorie greift deshalb nach ihrem Wortlaut nicht ohne Weiteres. Für Veranstaltungen sollte die Einordnung vorab bei der zuständigen Anti-Doping-Organisation erfragt werden.

Gesamtübersicht zur Rechtslage in Deutschland, EU und weiteren Staaten
10

Kombinationen

Was in der Literatur zusammen genannt wird und was davon belegt ist.

Häufig zusammen untersucht oder genannt

  • Semax und Selank werden in der Forschungsliteratur gemeinsam untersucht, weil beide über das Institut für Molekulare Genetik in Moskau entwickelt wurden und ähnliche Zielsysteme betreffen. Eine kontrollierte Studie zur Kombination beider Stoffe am Menschen existiert nicht.
  • In der Selbstversorger-Literatur wird Semax als Bestandteil von Mischungen aus mehreren Peptiden genannt. Für keine dieser Mischungen gibt es eine Prüfung auf Verträglichkeit oder Wechselwirkung.

Mögliche Wechselwirkungen

  • Die russische Fachinformation rät von nasal wirkenden gefäßverengenden Mitteln ab, weil diese die Aufnahme über die Nasenschleimhaut verändern können.
  • Theoretisch relevant sind Stoffe, die in dasselbe Neurotrophinsystem eingreifen. Zu gleichzeitiger Gabe von Antidepressiva, Antipsychotika oder Antiepileptika gibt es keine systematischen Daten.
  • Weil die Zulassung Krampfanfälle in der Vorgeschichte ausschließt, ist die Kombination mit Stoffen, die die Krampfschwelle senken, als offenes Risiko zu behandeln.
Zur Stack-Bibliothek mit Risiko-Check
11

Häufige Fehlannahmen

Aussagen, die im Umlauf sind, und was die Quellen dazu sagen.

„Semax ist ein zugelassenes Arzneimittel und deshalb auch in Deutschland erhältlich.“

Eine Zulassung gilt für den Staat, der sie erteilt. Die russische Registrierung verleiht keine Verkehrsfähigkeit in Deutschland oder in der EU.1,5

„Die Aufnahme über die Nasenschleimhaut ist mit 60 bis 70 Prozent gemessen.“

Diese Zahl steht in der Herstellerinformation. Eine veröffentlichte Messung am Menschen mit nachvollziehbarer Methode fehlt.2

„Semax wirkt über einen einzelnen, bekannten Rezeptor.“

Beschrieben sind spezifische Bindungsstellen im Rattenhirn, Transkriptionsänderungen mehrerer Neurotrophine und eine Beteiligung des μ-Opioidrezeptors im Mausmodell. Ein einzelnes Zielmolekül, das alle Beobachtungen erklärt, ist nicht identifiziert.10,11,14

„Weil Semax in Russland zugelassen ist, ist die Wirksamkeit unabhängig belegt.“

Die Zulassung von 1994 stützt sich auf russischsprachige Studien ohne frei zugänglichen Prüfbericht. Eine verblindete, placebokontrollierte Studie am Menschen fehlt bis heute.3,13

12

Wissenslücken

Was fehlt. Wer forschen will, findet hier die offenen Fragen, die tatsächlich welche sind.

  • ? Es fehlt eine placebokontrollierte, verblindete Humanstudie mit einem vorab festgelegten Endpunkt.
  • ? Es fehlt eine Pharmakokinetik am Menschen: Aufnahme über die Nasenschleimhaut, Verteilung, Abbau und Ausscheidung sind nicht gemessen.
  • ? Es gibt keine unabhängige Nachprüfung der Befunde aus Moskau in einem anderen Labor, mit Ausnahme einer Arbeit von 2025 aus China.
  • ? Die russischsprachigen Zulassungsstudien sind nicht frei zugänglich. Ohne Einsicht in diese Daten bleibt die Grundlage der Zulassung unüberprüfbar.
  • ? Es fehlen Daten zu wiederholten Kursen über Monate, zu Wechselwirkungen und zu Menschen mit Vorerkrankungen.
  • ? Ob das C-terminale Tripeptid PGP einen eigenen Beitrag leistet, ist nicht geklärt. Die Arbeiten dazu stammen aus derselben Gruppe.
  • ? Es gibt keine veröffentlichte Reinheitsanalytik für im Handel erhältliche Zubereitungen, die als Semax verkauft werden.
13 Verändert Semax in einer Neuronen-Zelllinie die Menge an BDNF-mRNA, und ist der Effekt dosisabhängig?

Selbst ansetzen: ein Experiment ohne Arzneimittel

BDNF-Transkription in PC12-Zellen

Verändert Semax in einer Neuronen-Zelllinie die Menge an BDNF-mRNA, und ist der Effekt dosisabhängig?

Material

  • · PC12-Zellen und passendes Medium mit Pferde- und Kälberserum
  • · Beschichtete 6-Well-Platten, Inkubator mit 37 °C und 5 % CO₂
  • · RNA-Isolierung, Reverse-Transkriptase und qPCR mit Primern für Bdnf und ein Referenzgen
  • · Semax als Testsubstanz, NGF als Positivkontrolle, Lösungsmittel allein als Negativkontrolle

Auswertung

Relative Bdnf-Transkriptmenge und BDNF-Proteinmenge im Vergleich zur Negativkontrolle.

Ablauf

  1. 1. Zellen bis zur halben Konfluenz wachsen lassen und für 24 Stunden auf serumarmes Medium umstellen.
  2. 2. Ansätze: Lösungsmittel, drei abgestufte Semax-Konzentrationen und NGF als Positivkontrolle. Je drei unabhängige Wiederholungen mit drei technischen Replikaten.
  3. 3. Nach 3, 6 und 24 Stunden RNA isolieren und Bdnf relativ zum Referenzgen bestimmen.
  4. 4. Zusätzlich das BDNF-Protein im Überstand messen, etwa per ELISA.
  5. 5. Auswertung als Vielfaches der Lösungsmittelkontrolle mit Streuung über die Wiederholungen.

Grenzen: Eine Zelllinie zeigt keine Hirnfunktion. Der Versuch beantwortet, ob ein Effekt im Zellmodell nachweisbar ist, und sagt nichts über Wirkung, Dosis oder Verträglichkeit am Menschen. Ohne Positivkontrolle ist das Ergebnis nicht deutbar.

14

Vergleich mit verwandten Stoffen

Direkter Nebeneinander-Vergleich der belegbaren Merkmale. Leere Felder bedeuten: in der Literatur nicht gefunden.

MerkmalSemaxDSIPN-Acetyl SemaxPinealonSelank
KlasseSynthetisches Heptapeptid, Analogon des ACTH(4-10)-Fragments mit C-terminalem Pro-Gly-ProNonapeptid aus der Gruppe der sogenannten SchlafpeptideSynthetisches Heptapeptid, N-terminal acetyliertes Analogon von SemaxSynthetisches Tripeptid aus der Gruppe der Peptid-BioregulatorenSynthetisches Heptapeptid, Analogon des Tuftsin mit C-terminalem Pro-Gly-Pro
ZielstrukturBDNF und sein Rezeptor trkB, Bindungsstellen in den Basalkernen des Vorderhirns, Transkription von Neurotrophinen und ihren Rezeptoren, μ-Opioidrezeptor, Gen Oprm1Schlaf-EEG (Delta- und Spindelaktivität), Abbau und Transport im Körper, Immunoassay-Nachweis (Antikörperreaktivität), Mehrere Systeme (Transmitter, Hormone, Tagesrhythmik)Dipeptidylaminopeptidasen, Kupfer- und Zinkionen, AbbauprodukteReaktive Sauerstoffspezies in Zellkulturen, ERK-1/2-Signalweg und Zellzyklus, Zellkern und DNA, Genexpression (Histone, RNA, Signalwege)GABAerges System, NMDA-Rezeptor, BDNF in Hippocampus und präfrontalem Kortex, Abbau von Leu-Enkephalin im Serum
HalbwertszeitFür den Menschen nicht veröffentlicht. Die russische Fachinformation nennt keine Zahl, und eine unabhängige Messung existiert nicht.Für den Menschen nicht gemessen. In Hirngewebe von Tieren wurde der N-terminale Tryptophanrest mit einer Halbwertszeit von etwa 15 Minuten abgespalten (Schoenenberger 1984). Eine Plasmahalbwertszeit beim Menschen ist nicht veröffentlicht.Nicht gemessen. Für N-Acetyl-Semax gibt es weder eine Tier- noch eine Humanmessung.Nicht veröffentlicht. Für ein Tripeptid ist ein schneller Abbau durch Peptidasen zu erwarten; gemessen wurde das für Pinealon nicht.Die russische Fachinformation gibt an, dass die Plasmakonzentration innerhalb von 5 bis 5,5 Minuten fortschreitend abfällt. Eine Halbwertszeit im üblichen Sinn wird nicht genannt und ist nicht unabhängig gemessen.
Untersuchte Wegenasalintravenösin vitroin vitro, oralnasal
ZulassungRussische Föderation: Zugelassenes Arzneimittel. Registriert seit 1994, aktuell als Nasentropfen 0,1 % und 1 %. · Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Einordnung als Arzneimittel ist wahrscheinlich, sobald ein Anwendungsbezug beim Menschen besteht.Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei einem Bezug zur Anwendung am Menschen ist die Einordnung als nicht zugelassenes Arzneimittel wahrscheinlich. · Europäische Union: In keinem Mitgliedstaat als Arzneimittel zugelassen.Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Einordnung als Arzneimittel ist wahrscheinlich, sobald ein Anwendungsbezug beim Menschen besteht. · Europäische Union: Kein zugelassenes Arzneimittel in der EU.Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei einem Bezug zur Anwendung am Menschen ist die Einordnung als nicht zugelassenes Arzneimittel wahrscheinlich. · Europäische Union: In keinem Mitgliedstaat als Arzneimittel zugelassen.Russische Föderation: Zugelassenes Arzneimittel. Aktuell registriert als Nasentropfen 0,15 Prozent, ohne Verschreibungspflicht abgebbar. · Deutschland: Kein zugelassenes Arzneimittel. Einordnung als Arzneimittel ist wahrscheinlich, sobald ein Anwendungsbezug beim Menschen besteht.
EvidenzC — überwiegend TiermodelleC — überwiegend TiermodelleD — Zellkultur und EinzelfälleD — Zellkultur und EinzelfälleC — überwiegend Tiermodelle
Humanstudien2 dokumentiert3 dokumentiert1 dokumentiert3 dokumentiert2 dokumentiert
DeutschlandKein zugelassenes Arzneimittel. Einordnung als Arzneimittel ist wahrscheinlich, sobald ein Anwendungsbezug beim Menschen besteht.Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei einem Bezug zur Anwendung am Menschen ist die Einordnung als nicht zugelassenes Arzneimittel wahrscheinlich.Kein zugelassenes Arzneimittel. Einordnung als Arzneimittel ist wahrscheinlich, sobald ein Anwendungsbezug beim Menschen besteht.Kein zugelassenes Arzneimittel. Bei einem Bezug zur Anwendung am Menschen ist die Einordnung als nicht zugelassenes Arzneimittel wahrscheinlich.Kein zugelassenes Arzneimittel. Einordnung als Arzneimittel ist wahrscheinlich, sobald ein Anwendungsbezug beim Menschen besteht.
Ausführlicher Vergleich mit Diagrammen
15

Kernaussagen

  • Semax ist ein synthetisches Heptapeptid, ein Analogon des ACTH(4-10)-Fragments, und kein körpereigener Stoff.
  • In Russland ist es seit 1994 zugelassen, aktuell für den akuten ischämischen Schlaganfall. Außerhalb Russlands gibt es keine Zulassung.
  • Die Datenlage besteht überwiegend aus Rattenmodellen aus einem kleinen Forschungsnetzwerk.
  • Die einzige größere Humanstudie mit 110 Patienten war offen geführt und nicht placebokontrolliert.
  • Eine Humanpharmakokinetik existiert nicht. Die verbreitete Angabe zur nasalen Aufnahme stammt vom Hersteller.
  • Eine unabhängige Nachprüfung außerhalb Russlands gibt es erst seit einer Arbeit von 2025 an Mäusen.
16

Quellen

Alle Belege dieses Beitrags, mit Einordnung, was sie zeigen und wo ihre Grenzen liegen.

  1. Ministerium für Gesundheit der Russischen Föderation, grls.rosminzdrav.ru , 2025

    Behörde / Norm

    Eintrag vom 26.03.2025. Inhaber ist die AG „INNOVATIONS- UND PRODUKTIONSZENTRUM PEPTOGEN“ in Moskau. Der Stoff ist unter seinem chemischen Namen Метионил-глутамил-гистидил-фенилаланил-пролил-глицил-пролин geführt, also als nicht acetyliertes Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro. Die Form steht auf der Liste der lebenswichtigen Arzneimittel. Wirksamkeitsdaten nennt das Register nicht.

  2. Ministerium für Gesundheit der Russischen Föderation, veröffentlicht über medi.ru (Instruktion vom 26.08.2016) , 2016

    Behörde / Norm

    Enthält die zugelassene Indikation, die Gegenanzeigen, das Dosierungsschema, die Aufbewahrung und die Angabe zur Aufnahme über die Nasenschleimhaut. Es sind Herstellerangaben, keine unabhängig geprüfte Quelle.

  3. Ministerium für Gesundheit und Medizinindustrie der Russischen Föderation , 1994

    Behörde / Norm

    Registriert Semax 1994 erstmals als Arzneimittelstoff (Registrierungsbescheinigung 94/294/3) und die 0,1-%-Lösung (94/294/10), pharmakologische Gruppe „Nootropikum“. Im Anhang ist auch ein Semax-Standard für die quantitative Bestimmung aufgeführt. Die Dokumentation ging an das Institut für Molekulare Genetik der Russischen Akademie der Wissenschaften.

  4. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de , 2026

    Behörde / Norm

    Definiert, wann ein Stoff Arzneimittel ist. Die Zweckbestimmung ist ausdrücklich Teil der Definition.

  5. Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de , 2026

    Behörde / Norm

    Zulassungspflicht für Arzneimittel, die im Geltungsbereich des Gesetzes in den Verkehr gebracht werden.

  6. EUR-Lex , 2001

    Behörde / Norm

    Art. 1 Nr. 2 definiert das Arzneimittel, Art. 6 macht das Inverkehrbringen von der Zulassung abhängig.

  7. U.S. Food and Drug Administration , 2026

    Behörde / Norm

    Die Seite führt „Semax (heptapeptide)“ in der Tabelle der Stoffe, die von den Nominierern zurückgezogen wurden und zuvor in Kategorie 2 der Übergangsregelung standen. Für Semax nennt die Behörde ein Immunogenitätsrisiko durch Aggregation und peptidbedingte Verunreinigungen sowie fehlende oder begrenzte Sicherheitsdaten. Stand der Seite: 22.04.2026.

  8. World Anti-Doping Agency , 2026

    Behörde / Norm

    S0 erfasst Stoffe ohne Zulassung durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die Anwendung am Menschen. Semax wird in der Liste nicht namentlich genannt, und die russische Zulassung ist bei der Einordnung zu berücksichtigen.

  9. [9] Semax, an analog of ACTH(4-10) with cognitive effects, regulates BDNF and trkB expression in the rat hippocampus.

    Dolotov OV, Karpenko EA, Inozemtseva LS, et al.. Brain Research , 2006 · doi:10.1016/j.brainres.2006.07.108 · PMID 16996037

    Präklinisch (Tier)

    Ratten, Genexpression im Hippocampus. Zeigt den neurotrophen Signalweg, belegt aber keine kognitive Wirkung beim Menschen.

  10. [10] Semax, an analogue of adrenocorticotropin (4-10), binds specifically and increases levels of brain-derived neurotrophic factor protein in rat basal forebrain.

    Dolotov OV, Karpenko EA, Seredenina TS, et al.. Journal of Neurochemistry , 2006 · doi:10.1111/j.1471-4159.2006.03658.x · PMID 16635254

    Präklinisch (Tier)

    Rattenhirn. Belegt spezifische Bindungsstellen und einen Anstieg des BDNF-Proteins. Der Rezeptor bleibt unbenannt, und Humanproben wurden nicht untersucht.

  11. [11] Semax and Pro-Gly-Pro activate the transcription of neurotrophins and their receptor genes after cerebral ischemia.

    Dmitrieva VG, Povarova OV, Skvortsova VI, et al.. Cellular and Molecular Neurobiology , 2010 · doi:10.1007/s10571-009-9432-0 · PMID 19633950

    Präklinisch (Tier)

    Rattenmodell des Arterienverschlusses, mRNA-Messung zu drei Zeitpunkten. Die Arbeit vergleicht Semax mit dem Tripeptid PGP und trennt deren Effekte nicht vollständig.

  12. [12] N-terminal degradation of ACTH(4-10) and its synthetic analog semax by the rat blood enzymes.

    Potaman VN, Alfeeva LY, Kamensky AA, et al.. Biochemical and Biophysical Research Communications , 1991 · doi:10.1016/s0006-291x(05)80247-5 · PMID 1851003

    Präklinisch (Tier)

    In-vitro-Abbau in Rattenblut. Zeigt, dass der Angriff am N-Terminus beginnt, und liefert keine Halbwertszeit für den Menschen.

  13. [13] The efficacy of semax in the treatment of patients at different stages of ischemic stroke

    Gusev EI, Martynov MY, Kostenko EV, et al.. Zhurnal Nevrologii i Psikhiatrii imeni S.S. Korsakova , 2018 · doi:10.17116/jnevro20181183261-68 · PMID 29798983

    Sonstiges

    Russischsprachige klinische Studie mit 110 Patienten, offen geführt und ohne Placebogruppe. Die Zeitschrift veröffentlicht nur die Zusammenfassung zweisprachig; der Volltext ist nicht frei zugänglich.

  14. [14] Semax peptide targets the μ opioid receptor gene Oprm1 to promote deubiquitination and functional recovery after spinal cord injury in female mice.

    Liu R, Chen Y, Huang H, et al.. British Journal of Pharmacology , 2025 · doi:10.1111/bph.70122 · PMID 40692165

    Präklinisch (Tier)

    Weibliche Mäuse, Rückenmarksverletzung, dazu ein Zellmodell. Erste unabhängige Nachprüfung von Semax außerhalb Russlands. Ein Tiermodell sagt nichts über die Wirkung beim Menschen.

Der Redaktionsstand dieses Beitrags ist der 14. September 2026. Quellen werden regelmäßig gegen die Register geprüft (PubMed, Crossref).

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